Förderung transnationaler/interregionaler Maßnahmen im Europäischen Sozialfonds

Was wird gefördert?

"Vorhaben zur Wissensvermittlung und berufsbegleitenden Qualifizierung die echte transnationale/interregionale Partnerschaften zum Erfahrungsaustausch, für die Entwicklung anwendungsorientierter Problemlösungsansätze oder Implementierung innovativer Lösungsansätze aufbauen."

Wer ist antragsberechtigt?

Bildungsträger und Unternehmen die derartige Projekte durchführen

Allgemeine Informationen

Einordnung im Operationellen Programm des Freistaates Sachsen

Die Finanzierung von transnationalen und interregionalen Vorhaben aus dem ESF in Sachsen erfolgt primär über einen eigens dafür gebildeten Schwerpunkt "Transnationale Maßnahmen", der in der Prioritätsachse E des Operationellen Programms für den ESF des Freistaates Sachsen definiert wurde. Förderfähig sind hier Vorhaben zur Wissensvermittlung und berufsbegleitenden Qualifizierung.

Über die in der Prioritätsachse E definierten Vorhabensbereiche hinausgehend können auch solche Projekte als transnationale Vorhaben aus dem ESF gefördert werden, die im Sinne einer Querschnittsförderung an die in den Prioritätsachsen A, B und C in Sachsen definierten Ziele anknüpfen und echte transnationale/interregionale Partnerschaften zum Erfahrungsaustausch, für die Entwicklung anwendungsorientierter Problemlösungsansätze oder Implementierung innovativer Lösungsansätze aufbauen.

Vorhabensbereiche in der Prioritätsachse E

Vorhabensbereich Fördergegenstand Richtlinie
Transnationale Bildung im Agrarsektor Bildungsprojekte, Studienkonzepte
Qualifizierung von Lehrern (Sprachkurse), Auslandspraktika für Berufsschüler
  • E: Auslandspraktika
  • G: Vermittlung von Sprachkursen in Tschechisch und Polnisch
ESF-Richtlinie des SMK
Transnationale Ausbildung
  • D2: Betriebsnahe Ausbildungsplätze
  • D1: Internationale Kompetenzen in der betrieblichen Erstausbildung
ESF-Richtlinie Berufliche Bildung des SMWA
Stärkung der Leistungsfähigkeit der Hochschulen Transnationale
Studienstipendien
ESF-Richtlinie SMWK

Angaben zu formalen Fördervoraussetzungen finden Sie in den aufgeführten Richtlinien sowie in den dazugehörigen Bausteinen. Es stehen insgesamt 42,342 Mio. Euro für Vorhaben des Schwerpunkts E zur Verfügung.

Transnationalität als ESF-Querschnittsthema

Die Förderfähigkeit von transnationalen Vorhaben, die über die in der Prioritätsachse E definierten Vorhabensbereiche hinausgehen und im Sinne eines Querschnittsthemas betrachtet werden, knüpft an folgende inhaltliche und formale Kriterien:

Thematischer ESF-Bezug: Transnationale und interregionale Vorhaben im Sinne des Querschnittsansatzes sind grundsätzlich nur dann förderfähig, wenn sie thematisch den Prioritätsachsen A, B und C zugerechnet werden können und Transnationalität als wesentlichen Bestandteil der Maßnahme verankern.

Transnationale Partnerkonstellation: Transnationale und interregionale Vorhaben im Sinne des Querschnittsansatzes setzen die Beteiligung mindestens eines Partners aus einem anderen EU-Mitgliedstaat voraus. Zusammenarbeit zwischen Partnern aus unterschiedlichen Regionen in Deutschland fällt nicht in die Kategorie der hier definierten transnationalen / interregionalen Vorhaben.

Transnationale Projektkonzeption: Transnationale und interregionale Vorhaben im Sinne des Querschnittsansatzes setzen weiterhin eine transnationale Projektkonzeption voraus, die eine angemessene Beteilung des transnationalen Partners / der transnationalen Partner am Projekt sicherstellen muss. Diese liegt dann vor, wenn 20 bis 25% des Gesamtprojektbudgets (Kalkulation des sächsischen Antragstellers) für transnationale Aktivitäten eingeplant werden und diese auch tatsächlich in Zusammenarbeit mit dem Partner / den Partnern durchgeführt werden.

Förderfähige Ausgaben und Kosten für transnationale/interregionale ESF-Vorhaben

Transnationale und interregionale Zusammenarbeit im Rahmen des ESF ist mit einem Mehraufwand verbunden, welcher bei Definition und Umfang der förderfähigen Ausgaben und Kosten entsprechend berücksichtigt werden soll.

Sind die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen gegeben, gelten erweiterte Regeln der Förderfähigkeit der Ausgaben und Kosten gemäß Art. 56 Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 1083/2006.

Förderfähig waren bisher gemäß der Regeln für die förderfähigen Ausgaben und Kosten (FFAK) Personalausgaben, Sachkosten, Verwaltungskosten sowie Ausgaben für Teilnehmer. Die förderfähigen Ausgaben und Kosten im Hinblick auf transnationale und interregionale Maßnahmen wurden um folgende Präzisierungen erweitert:

Ausgaben für Projektvorbereitung und Reisekosten

  • Konzeptionelle Arbeit für das Vorhaben, Vorhabensdokumentation
    (Teil 2, B. Nr. 1.1.3.b) und 1.1.3.c) der FFAK)
  • Reiseausgaben (Teil 2, B. Nr. 1.3. der FFAK)
    Transportausgaben, Reiseausgaben für Dolmetscher

Ausgaben für Projektanbahnung

  • Ausgaben im Rahmen der Projektvorbereitungsphase für einen Zeitraum bis zu 6 Monaten je nach Ausgangspunkt; Personalkosten für maximal 1 Vollzeitstelle mit adäquater TVL-Einstufung

Sachausgaben /-kosten, Fremdleistungen Dritter (Teil 2, B. Nr. 2. der FFAK)

  • Fremdleistungen
    Übersetzung des Projektantrags / der Partnerschaftsvereinbarung, Leistungen für Dolmetscher / Übersetzer, externe Experten und Berater, Studien und Konzepte
  • Ausgaben für Verbrauchsmaterial
    Kosten für Unterlagen, angemessene Bewirtung im Rahmen von Aktivitäten mit transnationalen Partnern
  • Ausgaben / Kosten für Räume für die Durchführung des Vorhabens
    Miete für Raum / Konferenztechnik

Sachausgaben/-kosten für Verwaltung, Gebühren (Teil 2, B., Nr. 3.1.3. der FFAK)

Die Kommission lässt gemäß Art. 81 Abs. 3 S. 2 Verordnung (EG) 1083/2006 zu, dass die Beträge, die ihr gegenüber abgerechnet werden, nach dem monatlichen Buchungskurs der Kommission umgerechnet werden.

Die angegebenen Kurse sind die von der Europäischen Zentralbank am vorletzten Tag des Vormonats notierten Tageskurse bzw. - je nach Verfügbarkeit - die von den Delegationen für etwa den gleichen Zeitpunkt übermittelten oder einschlägigen Quellen entnommenen Kurse. Die Wechselkurse sind in Form von herunterladbaren Dateien abrufbar, in denen monatlich die Kurse aller gegenüber dem Euro (oder bis Dezember 1998 gegenüber dem Ecu) notierten Devisen aufgeführt sind. Sie sind unter folgendem Link abrufbar.
So finden 12 Umrechnungskurse pro Jahr Anwendung, die entsprechend dem Monat der tatsächlichen Verausgabung der Ausgaben angewandt werden.

Nachweisführung bei Rechnungen und Belegen, die nicht in deutscher Sprache und / oder nicht in Euro ausgestellt sind:

Der Projektbezug der Rechnung bzw. des Beleges muss klar erkennbar sein. Neben der ESF-Vorhabensnummer soll vom Zuwendungsempfänger zumindest ein Vermerk in deutscher Sprache zur Zuordnung der Rechnung oder des Beleges enthalten sein, beispielsweise „Übernachtung Teilnehmer (Name) vom… bis… für Ausbildungsteil…“.

Auf der Rechnung / dem Beleg sind der Umrechnungskurs in Euro zum Zeitpunkt der Bezahlung sowie der sich daraus ergebende Rechnungsbetrag in Euro zu vermerken. Auch hier ist zum Nachweis der Zahlung der Kontoauszug vom Zuwendungsempfänger vorzuhalten.

Finanzierung der Vorhaben durch die Partner

Die ausländischen Partner müssen sich an der Finanzierung der transnationalen Aktivitäten angemessen beteiligen.

Im Hinblick auf die sächsischen Teilnehmer von transnationalen Austauschvorhaben sind weiterhin die Fördervoraussetzungen in den jeweiligen Richtlinien (bspw. Hauptwohnsitz oder Arbeitsort in Sachsen) zu beachten. Zusätzlich werden jedoch auch Kosten ausgewiesen, die aufgrund der transnationalen Ausrichtung der Maßnahme (z.B. durch die Einbindung ausländischer Teilnehmer) bei der Projektdurchführung entstehen. Darunter fallen lediglich Kosten der Organisation und Durchführung nicht jedoch der Reise und Unterkunft der ausländischen Teilnehmer. Unter Reisekosten sind Kosten für die An- und Rückreise zu verstehen.

Die Regelung gilt für alle relevanten Zielgruppen der Austauschvorhaben unter der Voraussetzung, dass die zu finanzierenden Aktivitäten der ausländischen Partner gemeinsam mit den sächsischen Partnern stattfinden und einen Beitrag zur Erreichung der im Austauschvorhaben definierten Ziele der sächsischen Partner leisten.

In begründeten Ausnahmefällen können Honorare, Reise- und Unterkunftskosten für Experten/innen aus dem Partnerland in Verbindung mit (ergebnisorientierten) Arbeitspaketen gefördert werden. Der Expertenbegriff wird eng gefasst und schließt Honorare, Reise- und Unterkunftskosten für Fachleute aus dem Partnerland aus, die ohnehin im jeweiligen Arbeitsgebiet kooperieren und sich im Rahmen ihrer regulären Tätigkeit im Projekt engagieren.

Alle über die Organisations- und Durchführungskosten für ausländische Teilnehmer hinausgehenden Kosten zur Finanzierung der Aktivitäten der Projektpartner müssen durch diese selbst getragen werden. Sie sind im Rahmen der ESF-Förderung nicht förderfähig. Dies erfordert eine verbindliche Partnerzusage unter Angabe der Finanzierungsmöglichkeiten des Partners / der Partner.

Förderverfahren für transnationale / interregionale ESF-Vorhaben

Für transnationale Projekte, die über die in der Prioritätsachse E definierten Fördergegenstände hinausgehen, findet ein mehrstufiges Förderverfahren Anwendung. Demnach kann der Förderung der Projektdurchführung eine Projektvorbereitungsphase vorgeschaltet werden, die der Suche nach geeigneten Partnern und der Definition der Partnerschaft im Kontext des geplanten Projekts dienen soll. Eine solche Projektvorbereitung kann bis zu sechs Monate betragen und Personalkosten bis zu 1 Person (adäquate TV-L-Einstufung, ggf. Projekttagebuch als Auflage) fördern.

Folgende Verfahrensschritte sind bei Beantragung von transnationalen Projekten (mit und ohne Anbahnungsphase) zu beachten:

V-1 Beratung: Von der Projektskizze zum Antrag

  • Der sächsische Projektträger erstellt nach dem 12-Punkte-Schema für transnationale / interregionale Vorhaben einen Projektvorschlag, in dem er die geplante Gesamtmaßnahme, ggf. inklusive der Projektvorbereitungsphase, darlegt.
  • Der Projektvorschlag wird durch das SAB-Beratungsteam geprüft und ggf. unter Rücksprache mit dem Fondsbewirtschafter qualifiziert.
  • Am Ende des Konsultationsprozesses wird der Projektträger ggf. zur Einreichung der Antragsunterlagen aufgefordert.

V-2 Verfahren: Integration der Projektanbahnung (sog. Projektvorbereitungsphase)

  • Variante a: Einstufiges Förderverfahren bei Projektanträgen ohne Projektvorbereitungsphase
    • Projektantrag für das Gesamtvorhaben (nur Projektdurchführungsphase)
      Vorlage der Partnerschaftsvereinbarung
    • Bewilligungsbescheid für die Projektdurchführungsphase
  • Variante b: Einstufiges Förderverfahren bei Projektanträgen mit Projektvorbereitungs- und -durchführungsphase
    • Projektantrag für das Gesamtvorhaben (Projektvorbereitungs- und Projektdurchführungsphase), Vorlage der Partnerschaftsvereinbarung
    • Bewilligungsbescheid für das Gesamtvorhaben
  • Variante c: Zweistufiges Förderverfahren bei Anträgen auf Förderung der Projektvorbereitungsphase
    • Projektantrag für das Gesamtvorhaben (Projektvorbereitungs- und Projektdurchführungsphase), Vorlage der Absichtserklärung
    • Bewilligungsbescheid für die Projektvorbereitungsphase
    • Änderungsantrag nach Ablauf der Anbahnungsphase zur Anpassung des ursprünglichen Antrags

Fragen und Antworten zu transnationalen / interregionalen ESF-Vorhaben

Was fällt in die Kategorie der transnationalen / interregionalen Aktivitäten?

Transnationale / interregionale Aktivitäten im ESF sind Vorhaben, die thematisch den Prioritäts-achsen A, B, C oder E zugerechnet werden können und zusammen mit mindestens einem Partner aus einem anderen EU-Mitgliedstaat durchgeführt werden. Darunter fallen:

  • Vorhaben zur Wissensvermittlung und berufsbegleitenden Qualifizierung (z.B. Auslandspraktika, Auslandsprachaufenthalte)
  • Vorhaben zum Erfahrungsaustausch und Netzwerkbildung (z.B. Workshops, Konferenzen unter Beteiligung von Partnern aus verschiedenen EU-Regionen oder EU-Mitgliedstatten)
  • Konzeptionelle Vorhaben zur Entwicklung anwendungsorientierter Problemlösungsansätze (Bündel definierte Projektmaßnahmen)
  • Vorhaben zur Implementierung (innovativer) Lösungsansätze

Woran wird die transnationale Ausrichtung eines ESF-Vorhabens festgemacht?

Transnationale / interregionale ESF-Vorhaben setzten eine transnationale Projektkonzeption voraus, die eine angemessene Beteilung des transnationalen Partners bzw. der transnationalen Partner am Projekt sicherstellt. Diese liegt dann vor, wenn mind. 20% des Gesamtprojektbudgets (bezogen auf die Kalkulation des sächsischen Antragstellers) für transnationale Aktivitäten eingeplant werden und diese auch tatsächlich in Zusammenarbeit mit dem Partner / den Partnern durchgeführt werden (vgl. Partnerschaftsvereinbarung).

Wer kann Partner sein?

Über die Wahl der Kooperationspartner entscheidet der Projektträger selbst. Es muss aber mindestens ein Projektpartner aus einem anderen EU-Mitgliedstaat bzw. aus einer anderen EU-Region beteiligt sein, um von transnationalen bzw. interregionalen Maßnahmen zu sprechen. Zudem müssen nationale, regionale oder lokale Behörden der betreffenden Mitgliedstaaten eingebunden sein. Empfohlen wird darüber hinaus die fachliche Beteiligung von zuständigen Behörden als Projektpartner.

Wo kann man nach Partnern suchen?

Bei der Suche nach fachlich geeigneten Partnern aus anderen EU-Regionen kann die internationale Datenbank „Transnational Toolkitt“ www.transnational-toolkit.eu behilflich sein. Die Recherche setzt eine Registrierung mit umfassenden Angaben zum eigenen Projektvorhaben voraus. Bei technischen Problemen erhält man über die E-Mail-Adresse: helpdesk@transnational-toolkit.eu Hilfestellung. Grundsätzlich wird empfohlen, Projektpartnerschaften möglichst auch auf bestehende Kontakte zu stützen.

Wie viele transnationale Partner werden erwartet?

Formales Förderkriterium für die Förderung von transnationalen Maßnahmen aus dem ESF ist die Beteiligung von mindestens einem Partner aus einem anderen EU-Mitgliedstaat. Die empfohlene Partnerkonstellation bewegt sich zwischen zwei und vier transnationalen Partnern. Die Beteiligung von mehr als einem transnationalen Partner verringert das Risiko, dass im Falle des Verlustes eines Partners die transnationale Ausrichtung des Projekts gefährdet wird. Mit steigender Anzahl der Partner erhöht sich der Koordinationsaufwand. Das kann die Projektergebnisse gefährden.

Sind die Projektausgaben des transnationalen Partners förderfähig?

Ausgaben und Kosten des transnationalen Projektpartners sind im Rahmen der ESF-Förderung in Sachsen nicht förderfähig. Der Partner muss in der Lage sein, seine Beteiligung an den Projektaktivitäten selbst zu finanzieren. Hierbei kann er auf andere, ihm anderweitig zugänglichen Finanzierungsquellen zurückzugreifen.

Ausnahme von dieser Regelung bilden Organisations- und Durchführungskosten, die für ausländische Teilnehmer an transnationalen Austauschvorhaben entstehen. Diese sind für alle relevanten Zielgruppen dann förderfähig, wenn die zu finanzierenden Aktivitäten der ausländischen Partner gemeinsam mit den sächsischen Partnern stattfinden und Beitrag zur Erreichung der im Austauschvorhaben definierten Ziele der sächsischen Partner leisten.

Was muss ich bei Rechnungslegung im Rahmen transnationaler ESF-Projekte beachten?

Die Erstattung der getätigten Ausgaben im Rahmen eines transnationalen Projekts durch den sächsischen Begünstigten erfolgt ausschließlich auf der Grundlage von Originalrechnungen. Dies gilt auch bei Teilung einer Ausgabe zwischen verschiedenen Partnern. Als sächsischer Projektträger sollten Sie in diesem Fall sicherstellen, dass der Leistungserbringer Teilrechungen erstellt, die Sie im Original aufbewahren und bei Rechnungsprüfung vorlegen können.

Bei Rechnungen oder Belegen, die nicht in deutscher Sprache und / oder nicht in Euro ausgestellt sind, ist Folgendes zu beachten:
Der Projektbezug der Rechnung bzw. des Beleges muss klar erkennbar sein. Neben der ESF-Vorhabensnummer sollten Sie als Zuwendungsempfänger zumindest ein Vermerk in deutscher Sprache zur Zuordnung der Rechnung oder des Beleges, beispielsweise „Übernachtung Teilnehmer (Name) vom… bis… für Ausbildungsteil…“ beilegen. Auf der Rechnung / dem Beleg sind der Umrechnungskurs in Euro zum Zeitpunkt der Bezahlung sowie der sich daraus ergebende Rech-nungsbetrag in Euro zu vermerken. Zum Nachweis der Zahlung ist der Kontoauszug vom Zuwendungsempfänger vorzuhalten.

Unter welchen Umständen ist auch die Projektanbahnung bei transnationalen Projekten förderfähig?

Transnationale und interregionale Zusammenarbeit basiert auf einem intensiven Austausch zwischen Partnern im Rahmen gemeinsamer Projektaktivitäten. Das setzt voraus, dass die Partner inhaltliche Ansatzpunkte für ein gemeinsames ESF-Vorhaben identifizieren und konkrete Vorstellungen über die Organisation der Zusammenarbeit entwickeln. Eine entsprechende Projektanbahnung, die der Partnersuche und / oder der Konkretisierung des transnationalen Vorhabens, beispielsweise durch Erfahrungsaustausch, dient, ist für einen Zeitraum bis zu 6 Monaten förderfähig. Voraussetzung sind detaillierte Angaben zu den geplanten Projektanbahnungsaktivitäten und den damit verbundenen Ausgaben.

Welche Funktion haben die Absichtserklärung und die Partnerschaftsvereinbarung?

Während die Absichtserklärung die allgemeine Bereitschaft der Projektpartner, das geplante Projekt gemeinsam durchzuführen, deklariert, wird die konkrete Gestaltung der gemeinsamen Projektdurchführung in der Partnerschaftsvereinbarung geregelt. Dort legen die Partner u.a. gemeinsame Ziele sowie erwartete Ergebnisse fest und machen Angaben z.B. zur Aufteilung der geplanten transnationalen Aktivitäten zwischen den Partnern und deren Finanzierung.

Die Partnerschaftsvereinbarung stellt eine wichtige Grundlage für die Bewertung des transnationalen Mehrwerts des Vorhabens dar.

Wann muss die Partnerschaftsvereinbarung vorgelegt werden?

Bei Antragstellung für Projektdurchführung ohne Projektanbahnungsphase ist die Partnerschaftsvereinbarung mit dem Projektantrag einzureichen. Bei Beantragung einer Förderung für die Projektanbahnungsphase wird die Frist zur Vorlage der Partnerschaftsvereinbarung im Zuwendungsbescheid geregelt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung muss jedoch eine Absichtserklärung vorgelegt werden.