Der Europäische Sozialfonds (ESF) kurz & bündig

Der Europäische Sozialfonds (ESF) wurde 1957 von der Europäischen Union (EU) ins Leben gerufen und nahm 1961 seine Arbeit auf. Alle Mitgliedstaaten zahlen, entsprechend Ihrer Leistungskraft, in den EU-Haushalt ein. Ein Drittel dieser Gelder fließt in die vier Strukturfonds. Einer der Strukturfonds ist der ESF.

Der Europäische Sozialfonds ist das wichtigste Instrument der EU zur Umsetzung der europäischen Beschäftigungs- und Sozialpolitik, die unter dem Motto - mehr Arbeitsplätze, bessere Arbeitsplätze und Chancengleichheit - steht.

Die Mittel des ESF fließen in die Zielregionen mit wirtschaftlichen und strukturellen Defiziten (benachteiligte Gebiete). Die Zielregionen sind:

  • Konvergenz
  • Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung
  • Europäische territoriale Zusammenarbeit

Das Ziel des Europäischen Sozialfonds

Das Ziel ist, die Unterschiede im Lebensstandard der Menschen in den verschiedenen Regionen zu verringern. Dafür ist es notwendig die Zahl der Arbeitsplätze zu erhöhen und die Arbeitslosigkeit bis 2010 deutlich zu senken. Derzeit haben nur 64% der erwerbsfähigen Menschen in Europa einen Arbeitsplatz, diese Zahl soll auf 70 % steigen.

Der ESF dient der Förderung von Arbeitslosen und Beschäftigten zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit. Die Förderbereiche umfassen die Entwicklung des Arbeitsmarktes und der Aus- und Weiterbildung. Ziel ist es, die Qualität der Arbeitsplätze und die Qualifikationen der Menschen zu verbessern, Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu erreichen und den Unternehmergeist zu fördern.

Die Förderstrategie in Sachsen

Der Freistaat Sachsen unterstützt die vier Prioritätsachsen des ESF. Dies sind im Einzelnen:

Prioritätsachse A Steigerung der Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen
Prioritätsachse B Die bessere Ausstattung der Menschen mit Wissen (Verbesserung des Humankapitals)
Prioritätsachse C Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung sowie der sozialen Eingliederung von benachteiligten Personen
Prioritätsachse E Transnationale Maßnahmen, Förderung der interkulturellen Kompetenz der Arbeitnehmer

Die ESF-Maßnahmen im Freistaat Sachsen

Die Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds werden in Einsatzfeldern zusammengefasst:

Einsatzfeld 1 Berufsbegleitende Qualifizierung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Einsatzfeld 2 Förderung von Unternehmergeist und arbeitsplatzschaffenden Existenzgründungen
Einsatzfeld 3 Förderung des lebensbegleitenden Lernens und Verbesserung der Berufswahlkompetenz
Einsatzfeld 4 Förderung der Berufsausbildung für Jugendliche
Einsatzfeld 5 Förderung des Humanpotenzials in Forschung und Innovation sowie der Netzwerktätigkeit zwischen Hochschul- und Forschungseinrichtungen, Technologiezentren und Unternehmen
Einsatzfeld 6 Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung
Einsatzfeld 7 Soziale Eingliederung von Benachteiligten durch Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit

Zur Umsetzung der Maßnahmen stehen Sachsen rund 872 Millionen Euro aus dem ESF für die Jahre 2007 bis 2013 zur Verfügung. Hinzu kommen die Kofinanzierungsmittel.

Auswahlkriterien

Für die förderfähigen Vorhaben zur Erreichung der im Operationellen Programm festgelegten Ziele wurden gemeinsam zwischen der Verwaltungsbehörde ESF und den Fondsbewirtschaftern Kriterien bestimmt. Die grundsätzlich geltenden "Allgemeinen Anmerkungen" sowie die "Programmspezifischen Auswahlkriterien" können Sie hier nachlesen."