KfW-Altersgerecht Umbauen

Was wird gefördert?

Baumaßnahmen zur Reduzierung von Barrieren in Wohnimmobilien, z.B. Einbau von Aufzügen, Verbreiterung von Türen, Anpassung der Sanitärobjekte

Wer ist antragsberechtigt?

Alle, die selbstgenutzten oder vermieteten Wohnraum barrierearm umbauen bzw. die neu barrierereduzierten Wohnraum erwerben wollen.

Allgemeine Informationen

Ziel des Förderprogramms ist die Finanzierung von Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand. Gefördert werden Maßnahmen zur bedarfsgerechten Verminderung von Barrieren in bestehenden Wohngebäuden unabhängig vom Alter und jeglicher Einschränkung der Nutzer.

Im Gebäudebestand ist völlige Barrierefreiheit aufgrund der baulichen Gegebenheiten in der Regel weder vollständig umsetzbar noch für die Mehrzahl der Nutzer erforderlich.

Gefördert werden daher barrierereduzierende Maßnahmen in bestehenden Wohngebäuden:

  • die als Maßnahmen in den Förderbereichen 1 bis 7 näher beschrieben sind,
  • die zur Herstellung von Barrierefreiheit entsprechend DIN 18040-2 erforderlich sind oder
  • mit denen der Standard Altersgerechte Wohnung/Altersgerechtes Haus erreicht wird.

Alle Maßnahmen müssen den technischen Mindestanforderungen entsprechen.

Förderbereiche:

  • Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen(z. B. Wege zu Gebäuden/Stellplätze etc. ; Schaffung von Stellplätzen; Speil- oder Sitzplätzen, Abstellflächen z. B. für Kinderwagen/Rollatoren),
  • Eingangsbereich und Wohnungszugang (z. B. Erweiterung des Hauseingangsbereichs, Schaffung von Bewegungsflächen oder Wetterschutzmaßnahmen)
  • Vertikale Erschließung/Überwindung von Niveauunterschieden(z. B. über Aufzüge, Treppenlifte, veränderte Treppenzuschnitte oder Rampen)
  • Anpassung der Raumgeometrie (z. B. Raumzuschnittsoptimierung, Schaffung von Zugängen zu Terassen/Lodgien/Balkonen oder Türverbreiterung)
  • Maßnahmen an Sanitärräumen (z. B. Barrierereduzierung bei Duschplätzen, Modernisierung von Sanitärobjekten, wie WC, Waschbecken, etc.)
  • Bedienelemente, Stütz- und Haltesysteme, Orientierung, Kommunikation (z. B. altersgerechte Assistenzsysteme (AAL), Sicherheits- und Notrufsysteme, Tür-, Tor- und Fensterantriebe)
  • Gemeinschaftsräume, Mehrgenerationenwohnen (z. B. Umgestaltung von Bestandsflächen zu Gemeinschaftsräumen)

Die Förderbereiche sind einzeln oder in Kombination förderfähig. Im Rahmen der Umnutzung sind Wohnflächenerweiterungen durch Umwidmung oder Dachgeschossausbau möglich.
Nicht gefördert werden Ferienhäuser und -wohnungen sowie Wochenendhäuser.

Standard „Altersgerechte Wohnung /Altersgerechtes Haus“

Für den Standard Altersgerechte Wohnung/Altersgerechtes Haus muss ein Sachverständiger eingeschaltet werden, der Maßnahmen empfiehlt und deren Umsetzung bestätigt.

„Altersgerechte Wohnungen“ müssen mindestens

  • einen altersgerechten Zugang (entsprechend den Förderbereichen 1, 2 und ggf. 3),
  • ein altersgerechtes Wohn- und/oder Schlafzimmer sowie eine altersgerechte Küche (entsprechend Förderbereich 4),
  • ein altersgerechtes Bad (entsprechend Förderbereich 5) aufweisen und
  • die Anforderungen an die Bedienelemente erfüllen (entsprechend Förderbereich 6).

Der Standard „Altersgerechtes Haus“ wird erreicht, wenn alle Wohneinheiten des Gebäudes altersgerecht entsprechend der Definition sind.

Konditionen Details
Darlehenshöhe bis zu 100 % der förderfähigen Kosten
Höchstbetrag 50.000 EUR je Wohneinheit
Sollzinsbindung 10 Jahre
Sollzinssatz Der Sollzinssatz entspricht dem jeweils am Tag der Zusage geltenden Programmzinssatz der KfW.
Auszahlung 100 %

Abruf in einer Summe oder in Teilbeträgen möglich; die Abruffrist beträgt 36 Monate nach Darlehenszusage.
Bearbeitungsgebühr keine
Rückzahlung monatlich in gleich hohen Annuitäten
Tilgung Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamten Darlehens ist während der ersten Sollzinsbindung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
Bereiststellungszinsen Vier Monate und zwei Bankarbeitstage nach Darlehenszusage fallen monatlich 0,25 % Bereitstellungszinsen für noch nicht abgerufene Darlehensbeträge an.
Sicherheiten bankübliche Sicherung durch Grundschulden
Laufzeit / Tilgungssatz
  • Maximal 30 Jahre bei mindestens einem und höchstens fünf tilgungsfreien Anlaufjahren.
  • Der Tilgungssatz ist laufzeitabhängig.

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Voraussetzungen

  • Die Durchführung der Maßnahmen durch ein Fachunternehmen des Bauhandwerks ist Voraussetzung.
  • Bei den Standards „Altersgerechte Wohnung/Altersgerechtes Haus“ ist ein Sachverständiger einzubeziehen.
  • Der Finanzierungsantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Maßgeblicher Zeitpunkt ist das erste aktenkundige Finanzierungsgespräch in der SAB. Als Vorhabensbeginn gilt der Beginn der Modernisierungsmaßnahme bzw. das Eingehen der ersten wesentlich finanziell bindenden Verpflichtung. Planungs- und Energieberatungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Verfahrensablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt die Beratungsangebote der SAB in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen, Görlitz, Torgau oder Annaberg-Buchholz. Die Antragsunterlagen erhalten Sie direkt bei der SAB. Hier stellen Sie auch Ihren Finanzierungsantrag.

Frist/Dauer

Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Planungs- und Energieberatungsleistungen gelten nicht als Vorhabensbeginn.

Kosten

Neben den Kreditzinsen können weitere Kosten laut Darlehensvertrag und AGB anfallen. Dazu gehören die Bereitstellungszinsen, Kosten für die Eintragung eines Grundpfandrechtes und für die Versicherung des Gebäudes.