KfW - Investitionskredit Kommunale Unternehmen (IKU - allgemein und IKU - Kita-Aubau)

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur.

Wer ist antragsberechtigt?

Unternehmen mit kommunalem Gesellschafterhintergrund (Beteiligung kommunaler Gebietskörperschaften oder Bundesländer mit insgesamt mehr als 50% - bei 25% kommunaler Mindestbeteiligung).

Allgemeine Informationen

Das Programm dient der langfristigen zinsgünstigen Finanzierung von Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur. Im bundesverbilligten Programmteil "IKU - Kita-Ausbau" werden Investitionen zum Ausbau und zur Sicherung von Betreuungsplätzen insbesondere für Kinder unter drei Jahren gefördert. Im Programmteil "IKU - allgemein" können alle weiteren Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur, wie z. B. Schulen, Krankenhäuser, Verkehrsinfrastruktur, finanziert werden.

IKU - Kita-Ausbau

Förderfähig sind:

  • Neubauten
  • Umbauten von Gebäuden zur Umnutzung/Umwandlung
  • Sanierungen, Renovierungen und Modernisierungsmaßnahmen
  • Ausstattungsinvestitionen
  • Erwerb von Grundstücken und Immobilien

Die Maßnahmen müssen der Schaffung/Sicherung von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren dienen. Die neu geschaffenen bzw. gesicherten Plätze müssen zunächst schwerpunktmäßig, d. h. mehr als zur Hälfte, für Kinder unter drei Jahren bereitstehen. Mindestens für die Dauer der ersten Zinsbindungsphase muss der Nutzungszweck "Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege" für die geförderten Räumlichkeiten gewährleistet sein.

Nicht gefördert werden:

  • bauliche Sanierungsmaßnahmen, die § 9 der EnEV2009 unterliegen
  • Maßnahmen, die § 3 EEWärmeG unterliegen sowie
  • Austausch von Heizungen in Bestandsgebäuden.

IKU - allgemein

Förderfähig sind:

grundsätzlich alle Investitionen in die kommunale Infrastruktur, z. B. im Rahmen der

  • allgemeine Verwaltung
  • Stadt- und Dorfentwicklung
  • soziale Infrastruktur (Krankenhäuser, Altenpflegeeinrichtungen, Kindergärten, Schulen etc.)
  • Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (insbesondere Breitband)
  • Ver- und Entsorgung
  • kommunale Verkehrsinfrastruktur inklusive Öffentlicher Personennahverkehr.

Nicht gefördert werden:

  • wohnwirtschaftliche Projekte.

Konditionen Details
Darlehenshöhe
  • bis zu 100% der förderfähigen Investitionskosten
  • IKU - Kita-Ausbau:
    - 50.000 EUR pro neu geschaffenem Betreuungsplatz
    - 12.000 EUR pro gesichertem Betreuungsplatz
  • IKU - allgemein
    - max. 50 Millionen Euro pro Vorhaben
Sollzinsbindung IKU - Kita-Ausbau: 10 Jahre
IKU - Allgemein: bis zu 20 Jahre
Sollzinssatz
  • Anwendung des risikogerechten Zinssystems (RGZS) mit entsprechender Einordnung in Preisklassen gemäß Bonität und Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten.
  • Die Sollzinssätze werden jeweils am Tag der Zusage durch die KfW festgelegt.
Auszahlung
  • 100%
  • Abruf in einer Summe oder in Teilbeträgen möglich; die Abruffrist beträgt 12 Monate nach Darlehenszusage
  • Zusätzlich bei IKU - Kita-Ausbau gilt:
    abgerufene Beträge sind innerhalb von 6 Monaten vollständig dem festgelegten Verwendungszweck zuzuführen
Rückzahlung
in gleich hohen vierteljährlichen Raten (Ratendarlehen)
Laufzeit/Tilgung
  • maximal 30 Jahre bei mindestens 1 und höchstens 5 tilgungsfreien Anlaufjahren.
  • Der Tilgungssatz ist laufzeitabhängig.
Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamten Darlehens oder in Teilbeträgen ist während der ersten Zinsbindungszeit unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
Bearbeitungsgebühr keine
Bereitstellungszinsen Einen Monat und zwei Bankarbeitstage nach Zusagedatum fallen monatlich 0,25% Bereitstellungszinsen für noch nicht abgerufene Darlehensbeträge an.
Sicherheiten bankübliche Sicherung

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) einzureichen.

Voraussetzungen

Das Programm zielt auf die Träger der Investitionsmaßnahmen.

Der Finanzierungsantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Maßgeblicher Zeitpunkt ist das erste aktenkundige Finanzierungsgespräch in der SAB. Als Vorhabensbeginn gilt der Baubeginn bzw. das Eingehen der ersten wesentlich finanziell bindenden Verpflichtung.

Verfahrensablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt die Beratungsangebote der SAB in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen, Görlitz, Torgau oder Annaberg-Buchholz. Die Antragsunterlagen erhalten Sie direkt bei der SAB. Hier stellen Sie auch Ihren Finanzierungsantrag.

Im Rahmen der Verwendungsnachweisführung im Programmteil IKU - Kita-Ausbau ist das entsprechende KfW-Dokument zum Verwendungsnachweis bei der SAB einzureichen.

Frist / Dauer

Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Kosten

Neben den Kreditzinsen können weitere Kosten laut Darlehensvertrag und AGB anfallen.

Dazu können z. B. die Bereitstellungszinsen, Kosten für die Eintragung eines Grundpfandrechtes und für die Versicherung des finanzierten Gegenstandes gehören.