KfW - Investitionskredit Kommunale Unternehmen (IKU - allgemein und IKU - Kita-Ausbau)

Was wird gefördert?

Gefördert werden Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur.

Wer ist antragsberechtigt?

Unternehmen mit kommunalem Gesellschafterhintergrund (Beteiligung kommunaler Gebietskörperschaften oder Bundesländer mit insgesamt mehr als 50% - bei 25% kommunaler Mindestbeteiligung).

Allgemeine Informationen

Das Programm dient der langfristigen zinsgünstigen Finanzierung von Investitionen in die kommunale und soziale Infrastruktur.

Förderfähig sind:

grundsätzlich alle Infrastrukturinvestitionen, z. B. im Rahmen der

Kommunalen Infrastruktur in den Bereichen:

  • allgemeine Verwaltung
  • öffentliche Sicherheit und Ordnung
  • Wissenschaft, Technik und Kulturpflege
  • Stadt- und Dorfentwicklung, beispielsweise auch touristische Infrastruktur
  • Informations- und Kommunikationsinfrastruktur (insbesondere Breitband)
  • Ver- und Entsorgung
  • Verkehrsinfrastruktur inklusive öffentlichen Personennahverkehrs
  • Energieeinsparung und Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger
  • Erschließungsmaßnahmen, einschließlich Aufwendungen für Grunderwerb, die dauerhaft von dem kommunalen Unternehmen zu tragen und nicht umlagefähig sind.

Sozialen Infrastruktur in den Bereichen:

  • Krankenhäuser
  • Altenpflegeeinrichtungen
  • betreutes Wohnen
  • ambulante Pflegeeinrichtungen
  • Behindertenwerkstätten
  • Kindergärten und Schulen
  • Sportanlagen
  • kulturelle Einrichtungen

Nicht gefördert werden:

  • wohnwirtschaftlilche Projekte

Konditionen Details
Darlehenshöhe
  • bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten
  • max. 50 Millionen EURO pro Vorhaben
Sollzinsbindung bis zu 20 Jahre
Sollzinssatz
  • Anwendung des risikogerechten Zinssystems (RGZS) mit entsprechender Einordnung in Preisklassen gemäß Bonität und Werthaltigkeit der gestellten Sicherheiten.
  • Die Sollzinssätze werden jeweils am Tag der Zusage durch die KfW festgelegt.
Auszahlung
  • 100%
  • Abruf in einer Summe oder in Teilbeträgen möglich; die Abruffrist beträgt 12 Monate nach Darlehenszusage
Rückzahlung
in gleich hohen vierteljährlichen Raten (Ratendarlehen)
Laufzeit/Tilgung
  • maximal 30 Jahre bei mindestens 1 und höchstens 5 tilgungsfreien Anlaufjahren.
  • Der Tilgungssatz ist laufzeitabhängig.
Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamten Darlehens oder in Teilbeträgen ist während der ersten Zinsbindungszeit unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung möglich.
Bearbeitungsgebühr keine
Bereitstellungszinsen Einen Monat und zwei Bankarbeitstage nach Zusagedatum fallen monatlich 0,25% Bereitstellungszinsen für noch nicht abgerufene Darlehensbeträge an.
Sicherheiten bankübliche Sicherung

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) einzureichen.

Voraussetzungen

Das Programm zielt auf die Träger der Investitionsmaßnahmen.

Der Finanzierungsantrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen. Maßgeblicher Zeitpunkt ist das erste aktenkundige Finanzierungsgespräch in der SAB. Als Vorhabensbeginn gilt der Baubeginn bzw. das Eingehen der ersten wesentlich finanziell bindenden Verpflichtung.

Verfahrensablauf

Nutzen Sie im ersten Schritt die Beratungsangebote der SAB in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Plauen, Görlitz, Torgau oder Annaberg-Buchholz. Die Antragsunterlagen erhalten Sie direkt bei der SAB. Hier stellen Sie auch Ihren Finanzierungsantrag.

Frist / Dauer

Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens zu stellen.

Kosten

Neben den Kreditzinsen können weitere Kosten laut Darlehensvertrag und AGB anfallen.

Dazu können z. B. die Bereitstellungszinsen, Kosten für die Eintragung eines Grundpfandrechtes und für die Versicherung des finanzierten Gegenstandes gehören.