Innovationsprämie

Was wird gefördert?

FuE-Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer oder der Verbesserung bestehender Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie die techn. Unterstützung in der Umsetzungsphase.

Wer ist antragsberechtigt?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksbetriebe und Ingenieurdienstleister sowie Existenzgründer

Allgemeine Informationen

Innovationsprämien sollen KMU an eine Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen heranführen. Die Förderung soll zusätzliche Potenziale für Forschung und Entwicklung (FuE) und Technologietransfer identifizieren und ausbauen. Sie soll die Innovationskraft der KMU steigern und so ihre Wettbewerbssituation verbessern. Insgesamt soll sich die Zahl innovierender KMU im Freistaat Sachsen erhöhen.

Innovationsprämien fördern die Inanspruchnahme externer FuE-Dienstleistungen.

Förderfähig sind Ausgaben der KMU für FuE-Dienstleistungen von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und privatwirtschaftlichen Anbietern.

Folgende Ausgaben sind zuwendungsfähig:

Fremdleistungen

  • Ausgaben für externe wissenschaftliche Arbeiten im Vorfeld einer Produkts-, Verfahrens- oder Dienstleistungsinnovation, z.B.
    • Marktforschung (Technologie- und Marktrecherchen),
    • Machbarkeitsstudien,
    • Werkstoffstudien,
    • Studien zur Fertigungstechnik.
  • Ausgaben für externe umsetzungsorientierte FuE-Tätigkeiten im Sinne technischer Unterstützung und Technologietransferdiensten, die überwiegend beratenden Charakter haben und darauf ausgerichtet sind, innovative Produkte, Verfahren und Dienstleistungen bis zur Markt- bzw. Fertigungsreife auszugestalten, z.B.
    • Konstruktionsleistungen,
    • Dienstleistungen,
    • Produkttests zur Qualitätssicherung und Umweltverträglichkeit,
    • Laborleistungen,
    • Vorbereitende Maßnahmen zur Zertifizierung.

Nicht zuwendungsfähig sind

  • klassische Unternehmensberatungen (z.B. Strategie-, Organisations-, betriebswirtschaftliche Beratung),
  • Kauf von Maschinen, Geräten, Hard- und Software,
  • betriebsinterner Aufwand des Antragstellers (z.B. Personal-, Sach- und Reisekosten, Aufwendungen für Vertrieb und Werbung) sowie
  • Gebühren und Beratungshonorare im Rahmen der Sicherung von Schutzrechten.

Konditionen: nicht rückzahlbarer Zuschuss (Anteilfinanzierung)

Konditionen Details
Höhe
  • für Fremdleistungen maximal 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben
Höchstbetrag
  • der Antragsteller kann bis zu zwei Innovationsprämien pro Kalenderjahr beantragen
  • insgesamt maximal EUR 20.000 pro Kalenderjahr
  • Die Gesamtsumme der Förderung, die der Zuwendungsempfänger aus dem Programm Innovationsprämie und anderen gleichgerichteten Förderungen von Innovationsberatungsdiensten oder innovationsunterstützenden Dienstleistungen (vorhabensunabhängig) erhalten hat oder erhält, darf 200.000 EUR in einem Zeitraum von drei Jahren nicht übersteigen (Deckelung).
Rechtsanspruch nein

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Voraussetzungen

Antragsberechtigt sind KMU der gewerblichen Wirtschaft, Handwerksbetriebe und Ingenieurdienstleister sowie Existenzgründer, deren Unternehmensgründung spätestens zum Zeitpunkt der Abrechnung der Zuwendung im Freistaat Sachsen formal erfolgt sein muss.

Darüber hinaus müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sitz des Unternehmens in Sachsen,
  • FuE-Dienstleister können Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und privatwirtschaftliche Anbieter sein,
  • bei den FuE-Dienstleistern kann es sich um nationale oder internationale Anbieter handeln,
  • der FuE-Dienstleister darf seinen Tätigkeitsschwerpunkt (über 50 % des Geschäftsumsatzes) nicht im Bereich der Unternehmensberatung haben,
  • die FuE-Dienstleistung darf nicht durch Familienangehörige, Betriebsangehörige oder durch ein verbundenes Unternehmen des Antragstellers durchgeführt werden,
  • FuE-Dienstleistungen, die bisher betriebsintern erfolgten, dürfen nicht gefördert werden (kein Outsourcing),
  • bei den FuE-Dienstleistungen darf es sich nicht um studentische und wissenschaftliche Arbeiten, die Gegenstand von Prüfungsleistungen sind, sowie studentische Projekte im Rahmen von Aus- und Weiterbildungseinheiten (Seminare, Kurse etc.) handeln,
  • das Vorhaben muss in sich abgeschlossen sein.

Eine Förderung entfällt, soweit der Antragsteller für das Vorhaben öffentliche Mittel aus gleichgerichteten Programmen in Anspruch nimmt. Das gilt nicht für Kreditprogramme, sofern der nach dieser Richtlinie zulässige Gesamtsubventionswert nicht überschritten wird.

Ausgeschlossen ist die Förderung von:

  • Unternehmen in Schwierigkeiten (entsprechend den Leitlinien/Definitionen der EU),
  • Unternehmen aus den Branchen Stahlindustrie, Steinkohlebergbau, Schiffbau, Kunstfaserindustrie, ausfuhrbezogene Tätigkeiten (insbesondere solche, die unmittelbar mit den ausgeführten Mengen, dem Aufbau oder dem Betrieb eines Vertriebsnetzes oder anderen laufenden Ausgaben in Verbindung mit der Ausfuhrtätigkeit zusammenhängen) sowie solche, die davon abhängig sind, dass einheimische Waren Vorrang vor eingeführten Waren erhalten, außerdem Tätigkeiten im Rahmen der Primärerzeugung sowie der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sowie in der Fischerei und Aquakultur.

Verfahrensablauf

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank -Förderbank - (SAB). Der Antrag ist vor Beginn des Vorhabens bei der SAB einzureichen.

Achtung: Erst nach dem wirksamen Zugang des Zuwendungsbescheides können Sie mit Ihrem Vorhaben beginnen! Als Vorhabensbeginn ist grundsätzlich der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- und Leistungsvertrages zu werten. Als Beginn gilt beispielsweise bereits der Abschluss des Vertrages mit dem FuE-Dienstleister.

Der Beginn geschieht nach Zugang des Bescheides bis zur Bestandskraft des Zuwendungsbescheides jedoch auf eigenes Risiko. Die Bestandskraft des Zuwendungsbescheides tritt nach dem Ablauf der im Bescheid genannten Widerspruchsfrist oder durch die Erklärung eines Rechtsbehelfsverzichtes ein. Eine Antragstellung ist jederzeit möglich.

Das Vorhaben soll innerhalb von sechs Monaten nach Bewilligung abgeschlossen sein.

Die Auszahlung der Mittel erfolgt nach Durchführung der Maßnahme und Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises inkl. Rechnungen durch die SAB.

Kosten

Es fallen keine Kosten beziehungsweise Gebühren durch die SAB an.