Zukunft Stadtgrün – Verbesserung des städtischen Grüns (ZSP)

Allgemeine Informationen

Umsetzung von städtebaulichen Maßnahmen zur Verbesserung der urbanen grünen Infrastruktur

Der Bund und der Freistaat Sachsen unterstützen mit dem Programm „Zukunft Stadtgrün (ZSP)“ die Städte und Gemeinden mit mindestens 2.000 Einwohnern dabei, ihre urbane grüne Infrastruktur aufzuwerten, besser zu vernetzen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Voraussetzung für die Förderung sind schlüssige, umsetzungsorientierte Fördergebietskonzepte, die realisierbare Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und einer höheren Umweltgerechtigkeit enthalten.

Zuwendungszweck:

  • Anlage, Sanierung bzw. Qualifizierung und Vernetzung öffentlich zugänglicher Grün- und Freiflächen
  • Verbesserung des Stadtklimas
  • Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Verbesserung der Lebens- und Wohnqualität durch kurze Wege zu hochwertigen öffentlichen Freiflächen

Zuwendungsempfänger

  • Städte und Gemeinden im Freistaat Sachsen (ab 2.000 EW)
  • Die Weiterleitung der Zuwendung an Dritte (Eigentümer als Maßnahmeträger) ist zugelassen

Gegenstand der Förderung

Vorbereitung der Gesamtmaßnahme (Erstellung eines Fördergebietskonzeptes)

Erstellung und Fortschreibung:

  • städtebaulicher Entwicklungskonzepte (SEKO)
  • einer auf die Stadtentwicklung ausgerichteten Rahmenplanung gemäß § 1 BauGB Abs. 6 Nr. 11 (INSEK)

Ordnungsmaßnahmen

im Wesentlichen zur:

  • Aufwertung und Qualifizierung des öffentlichen Raumes, des Wohnumfeldes einschließlich Fassadenbegrünung
  • Herstellung von Grün- und Freiräumen in Form von quartiersbezogenen Stadtgrünmaßnahmen
  • Herstellung multifunktionaler Grün- und Freiräume
  • Vernetzung von Grün- und Freiräumen

Sonstige Maßnahmen

  • Vergütung für Sanierungsträger und andere Beauftragte
  • Wettbewerbe und gutachterliche Kostenermittlungen
  • Kosten für die Evaluation und Gebietsabrechnung
  • Vermessungen, Baulandkatastererstellung

Hinweis:

Zur Sicherung der Gesamtfinanzierung stellt die SAB Förderergänzungsdarlehen zur Verfügung. Gern beraten wir Sie zu möglichen Finanzierungen. Nähere Informationen und Ansprechpartner finden Sie hier .

Zuwendungsart und -höhe:

Zuschüsse:

Die Zuwendung an die Gemeinde wird als zweckgebundener, nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Projektförderung im Wege der Anteilfinanzierung gewährt. Die Zuwendung beträgt 66 2/3 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

Die Zuwendung setzt sich zu gleichen Teilen aus Bundes- und Landesmitteln zusammen. Neben den Bundes- und Landesmitteln ist die Erbringung eines Eigenanteils zu 33 1/3 Prozent durch die Gemeinde erforderlich.

Die anteilige Übernahme des Eigenanteils der Gemeinde durch den privaten Maßnahmeträger oder Kirchen bzw. anerkannte Religionsgemeinschaften ist in Weiterleitungsfällen möglich. Die Gemeinde hat in jedem Fall einen Mindestanteil von 10 Prozent der Zuwendung zu tragen.

Es sind folgende Nachweise zu erbringen:

Die Gemeinde befindet sich in einer schwierigen Haushaltslage, nachzuweisen in der Regel durch Vorlage eines Haushaltssicherungskonzeptes.

Die Gemeinde legt ein vom Bürgermeister unterzeichnetes Negativattest ab, durch das bestätigt wird, dass ohne Übernahme des Eigenanteils der Gemeinde die Maßnahme unterbleiben würde.

Das zuständige kommunale Gremium hat der Übernahme des kommunalen Eigenanteils zugestimmt und der Beschluss wurde in geeigneter Form veröffentlicht.

Ein Ersatz des kommunalen Eigenanteils durch Kirchen bzw. anerkannte Religions- gemeinschaften kann auch ohne Vorliegen des Nachweises gemäß Nr. 1 erfolgen. Freiwillige Leistungen unbeteiligter Dritter und Landessanierungsmittel, die zweckgebunden dem kommunalen Haushalt zugeführt werden, können der Reduzierung des Eigenanteils der Gemeinde dienen.

Letzte Änderung: 01.12.2017