Klima/2014 Programmteil B) IV. Anlagen und Infrastrukturelle Einrichtungen 4. Komplexe Energieleittechnik oder Gebäudeleittechnik

Allgemeine Informationen

Die Zuwendung berechnet sich auf Basis der CO2-Minderung im angestrebten Sollzustand gegenüber dem Ausgangszustand. Die Zuwendungshöhe wird aus einem Betrag von 500 EUR pro Tonne CO2-Minderung pro Jahr multipliziert mit dem für diesen Vorhabensteil geltenden Faktor 2 wie folgt berechnet: Jährliche CO2-Minderung in t * 500 EUR/t * 2

Die maximale Förderhöhe beträgt 60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei kommunalen Unternehmen kann sich aus beihilferechtlichen Vorschriften ein geringerer Fördersatz ergeben.

Eine Zuwendung nach der RL Klima/2014 darf zudem nur nachrangig zu nationaler Förderung ge-währt werden. Im Rahmen der Kommunalrichtlinie des Bundes werden auch Vorhaben der Gebäu-deleittechnik gefördert. In Abhängigkeit der Person des Antragstellers sowie der einzusetzenden Technologie kann die Zuwendung bis zu 52 % der förderfähigen Ausgaben betragen. Sofern eine Förderung des beantragten Vorhabens nach der Kommunalrichtlinie möglich ist, reduziert sich die maximale Zuwendungshöhe nach der RL Klima/2014 entsprechend.

Projekte, die eine Zuwendungshöhe von 3.000 EUR unterschreiten, sind nicht förderfähig.

Hinweis: Investitionen in bauliche Anlagen, die innerhalb von festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten liegen, sind nicht zuwendungsfähig
(Teil D Ziffer III.3 RL Klima/2014.

Im besonderen Ausnahmefall kann eine Förderung im Einzelfall erfolgen, wenn für das Vorhaben eine Genehmigung oder Zustimmung der zuständigen unteren Wasserbehörde vorgelegt wird.
Ob die (geplante) bauliche Anlage in einem Überschwemmungsgebiet liegt, kann unter dem Link auf das Geoportal Sachsenatlas nachvollzogen werden
Förderfähige Ausgaben sind insbesondere Sachausgaben, sofern sie unmittelbar durch die energetische Maßnahme oder zwingend notwendige Nebenarbeiten bedingt sind.

Hierzu zählen z. B.:

  • Gebäude- und Energieleittechnik und –kontrollsysteme zur Energieverbrauchsüberwachung, -regelung und –steuerung
  • Tageslicht- und nutzungsunabhängige Mess- und Steuerungstechnik für Gebäudebeleuch-tung und Anlagen
  • Systemintegrierte und –übergreifende Regelungs- und Steuerungstechnik zur Fernüberwachung, zum Datenaustausch sowie zur Datenspeicherung und Visualisierung
  • Homogene Systemarchitektur in Anlehnung an VDI 3814 für alle Feldebenen einschließlich Visualisierung
  • Einzelraumregelung für Heizungs-, Lüftungs- und Klimaregelung einschließlich der hierfür notwendigen Bussysteme (z.B. Lon, Bacnet)
  • CO2- bzw. mischgaskonzentrationsgeführte Luftmengenregelung, raumtemperaturgeführte Heizungsregelung, taupunktgeführte Kühldeckenregelung
  • Soft- und Hardwareleistungen (Feldgeräte bzw. Steuerbaugruppen und anteilige Verkabelung) im Bereich MSR-Anlagen, deren Umsetzung zu einer signifikanten Effizienzverbesse-rung führen

Förderfähig sind darüber hinaus auch Planungsleistungen nach der HOAI bis zu einem Anteil von höchstens 20 % der förderfähigen Sachausgaben. Vorhaben aus diesem Programmteil dürfen mit Posteingang des Antrages bei der SAB auf eigenes Risiko begonnen werden.
Weitere Informationen zu den Programmdetails finden Sie in der Anlage zum Antrag.

Letzte Änderung: 27.09.2017