SAB startet Corona-Soforthilfen für soziale Organisationen

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Pressemitteilung 27. Mai 2020

  • Ab Sofort – Antragstellung für soziale gemeinnützige Organisationen möglich
  • Hilfen für Jugendherbergen, Kinder- und Jugenderholungszentren sowie Schullandheime
  • Elektronische Antragstellung – auf exakte Schreibweise der Internetadresse achten

Ab sofort können soziale Organisationen bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) Anträge auf Corona-Soforthilfe stellen. Der Freistaat Sachsen unterstützt mit einem einmaligen Soforthilfe-Zuschuss sächsische Einrichtungen von sozialen Trägern, die infolge der Coronakrise 2020 in eine existenzgefährdende wirtschaftliche Lage geraten sind.

Die Hilfe zielt auf soziale Organisationen ab, die dem Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt (SMS) zugeordnet sind. Für diese Zuordnung muss der Schwerpunkt der Tätigkeit einem der folgenden Aufgabengebiete entsprechen:

Antragsberechtig sind Träger der freien Jugendhilfe, der Familienhilfe, von Seniorenarbeit, von Integrationsarbeit, von Demokratiearbeit, für Teilhabe von Menschen mit Behinderung, von Leistungen in der besonderen Lebenslage Armut, von Suchthilfeeinrichtungen, des Verbraucherschutzes und von Tierschutzeinrichtungen. Gefördert werden darüber hinaus Jugendübernachtungsstätten, Familienferienstätten sowie Ehrenamtliches Engagement und Freiwilligendienste.

Grundsätzlich nicht in den Geschäftsbereich des SMS fallen Antragsteller, die ihre überwiegende Tätigkeit zum Beispiel im Bereich Sport, Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Kunst, Kultur und Tourismus, Schule, Aus- und Weiterbildung, Kindertagesstätten, Heimatpflege, Laienmusik, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Gewaltschutz, Betreuung, Umwelt sowie ländliche Entwicklung haben.

Der Zuschuss bietet Unterstützung, einen Liquiditätsengpass zu überwinden: das heißt, wenn die Einnahmen der sozialen Organisation während der Coronakrise voraussichtlich nicht ausreichen, um die betrieblichen Verbindlichkeiten in drei aufeinanderfolgenden Monaten abzudecken. Zu diesen Verbindlichkeiten zählen laufende betriebliche Sach- und Finanzaufwendungen wie Personalkosten, betriebliche Mieten, Pachten, Kredite für Betriebsräume und -ausstattung sowie Finanzierungskosten oder Leasingaufwendungen für betrieblich genutzte Pkw, Maschinen. Nicht abgedeckt werden private Lebenshaltungskosten (z. B. Miete der Privatwohnung oder Beiträge zur privaten Altersvorsorge).

In Abhängigkeit des vom Antragsteller erklärten Liquiditätsengpasses ist dieser einmalige Zuschuss nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) gestaffelt und beträgt:

  • bei bis zu 5 Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro
  • bei bis zu 10 Beschäftigten: bis zu 15.000 Euro
  • bei bis zu 25 Beschäftigten: bis zu 20.000 Euro
  • bei mehr als 25 Beschäftigten: bis zu 30.000 Euro

Für Einrichtungen mit Übernachtungsbetrieb (z. B. Jugendherbergen) ergibt sich, ebenfalls in Abhängigkeit des dargelegten Liquiditätsengpasses, die maximale Zuwendung aus der Anzahl der vorhandenen Betten (500,00 Euro pro Bett).

Die Auszahlung der Soforthilfe erfolgt grundsätzlich auf die Bankverbindung, die gegenüber der Finanzverwaltung, z. B. im Rahmen Ihres Einkommensteuerbescheids bzw. Körperschaftsteuerbescheids, angegeben wurde, wie im Antrag vorgegeben.

Anträge können bis spätestens 30. September 2020 bei der SAB gestellt werden.

Kontakt

Die Webseite der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) lautet:
www.sab.sachsen.de

Das Förderportal für die Antragstellung der Corona-Soforthilfen steht unter folgendem Link:
portal.sab.sachsen.de/login

Die Antragstellung über das Portal mit vollständigen Unterlagen ermöglicht eine schnelle Bearbeitung und ist der sicherste Weg zu den Soforthilfen. Der Antragsteller wird durch das elektronische Portal geführt und erhält zur Kontrolle der richtigen Antragstellung eine Bestätigungs-E-Mail der SAB.