Jahres- und Bilanzpressekonferenz der SAB

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Pressemitteilung 01. Juli 2020

  • Geschäftsentwicklung 2019: Neugeschäft 40 Prozent über Vorjahr
  • Kraftakt Corona-Hilfen – SAB will Erfahrungen aus Corona-Krise nutzen
  • SAB geht strategische Weiterentwicklung an

Das Neugeschäftsvolumen der Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) (Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften) stieg 2019 um 40 Prozent auf ca. 2,35 Milliarden Euro (2018: ca. 1,68 Milliarden Euro). „Das ist ein erfreuliches Ergebnis für Sachsen und für die Bank: Es wurden 40 Prozent mehr Volumen als 2018 bewilligt“, sagte die Vorstandsvorsitzende Dr. Katrin Leonhardt. „Auf diesem Pfad möchte der Vorstand strategisch aufbauen und dabei die Erfahrungen aus der Corona-Krise nutzen.“ Dr. Katrin Leonhardt (53) ist ab heute neue Vorstandvorsitzende der SAB. Sie übernimmt den Vorsitz von Stefan Weber, der sich nach mehr als 25 Jahren in der SAB in den Ruhestand verabschiedet hat.

Der Vorstand der SAB will für die Bank eine Zukunftsstrategie entwickeln. „Wir werden in der SAB einen Strategie- und Transformationsprozess starten, um die Bank zukunftsfähig aufzustellen“, sagte Leonhardt. Eines der wichtigsten Ziele ist es, die Digitalisierung weiter voranzutreiben, damit unsere Kunden schnell und auf digitalem Wege Zugang zu Förderung haben. Das ist machbar, wenn Förderprogramme und Prozesse vereinfacht und digitalisiert werden. Die Corona-Bewältigung hat dafür wichtige Weichen gestellt: Nahezu 70 Prozent aller Förderanträge kamen digital über das Förderportal zur SAB. Nur so war die SAB in der Lage, die Unternehmen zügig mit Liquidität zu versorgen.

Die Abwicklung der Corona-Hilfen war ein großer Kraftakt, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SAB mit großem Engagement gestemmt haben. Insgesamt hat die SAB rund 103.800 Anträge der Corona-Hilfsprogramme innerhalb von vier Monaten mit einem Volumen in Höhe von rund 1,42 Milliarden Euro bewilligt. Damit wurden über die Bank etwa 10 Prozent der ca. 162.000 förderberechtigten Unternehmen für das Soforthilfe-Darlehen gefördert. Über den Soforthilfe-Zuschuss des Bundes wurden etwa 57 Prozent der zuschussberechtigten ca. 146.000 Firmen unterstützt.

Ziel war es besonders, den sächsischen Mittelstand vor Liquiditätsengpässen zu schützen, aber genauso Einzel- und Kleinstunternehmer, Sportvereine, soziale Einrichtungen und den Kunst- und Kultursektor zu unterstützen. Weitere Programme sind in Vorbereitung. Dazu gehören zum Beispiel eine Überbrückungshilfe des Bundes für Unternehmen sowie die Zuschussprogramme des Freistaates Sachsen für Kinos und für mobile Endgeräte für Schulen.

Die strategische Weiterentwicklung der SAB soll deutlich weiter als die Nutzung der Krisenerfahrung reichen und berücksichtigt die im Koalitionsvertrag vereinbarte Zielsetzung. Dazu gehört zum Beispiel auch der kontinuierliche Ausbau des Darlehensgeschäfts in Kooperation mit den Banken. Besonderes Augenmerk wird auf Programmen liegen, die die sächsische Wirtschaft stärken.

„Wir als Vorstand werden gemeinsam mit den Beschäftigten die SAB für die Zukunft gut aufstellen. Im Einvernehmen mit den Gremien der Bank und den Fachministerien werden wir unser Geschäftsmodell weiter entwickeln“, sagte Dr. Leonhardt.