Jahresbilanz 2021: SAB in der Krise stark

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Pressemitteilung 10. Mai 2022

  • Insgesamt 3,5 Mrd. EUR an Fördervolumen, davon rund 1,5 Mrd. EUR an Corona-Hilfen
  • SAB in der digitalen und nachhaltigen Transformation
  • Neuausrichtung der Kunden- und Partnerorientierung

Leipzig, 10. Mai 2022. Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) hat im Geschäftsjahr 2021 Finanzierungszusagen in Höhe von 3,5 Mrd. EUR (Vj. 3,8 Mrd. EUR) ausgereicht. Rund 42 Prozent davon, d.h. rund 1,5 Mrd. EUR, waren Corona-Hilfen, die fast ausschließlich als Zuschüsse gezahlt werden. Bereinigt um alle Corona-Programme liegt der Darlehensanteil im Neugeschäft bei 32,5 % (Vorjahr 25,1 %). Die bewilligten Zuschüsse hatten mit einem Volumen in Höhe von 2.790,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2.413,3 Mio. EUR) den größten Anteil an der Förderung.

Corona-Pandemie prägte das Geschäftsjahr 2021

Auch das Geschäftsjahr 2021 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Insgesamt wurden 2021 durch die SAB 21 Corona-Hilfsprogramme mit insgesamt 49.360 Bewilligungen in Höhe von 1,5 Mrd. EUR bearbeitet. Mit den Corona-Hilfen für die sächsische Wirtschaft wurden insgesamt seit April 2020 bis heute rund 60 Prozent aller Unternehmen im Freistaat unterstützt.

Dr. Katrin Leonhardt, Vorstandsvorsitzende der SAB, sagt: „Das Jahr 2021 war für die SAB ein besonderes Jahr. Hohe Corona-Zahlen, anhaltende Unsicherheiten und Lieferengpässe, steigende Energiekosten und Inflation waren eine Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft. In diesem schwierigen Umfeld haben wir die Unternehmen und Kommunen in Sachsen tatkräftig unterstützt.“

SAB auf dem Weg der digitalen Transformation

Die Erfahrungen zeigen: Komplizierte, papiergebundene und aufwändige Förderprozesse kosten Zeit, Energie und verursachen vermeidbare Wartezeiten sowohl bei den Kunden als auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die SAB hat sich deshalb in ihrem Strategie- und Transformationsprozess seit Herbst 2020 aufgemacht, dieses zentrale Thema anzugehen. „Wir wollen die SAB bis 2025 konsequent vereinfachen, standardisieren und digitalisieren“, so SAB-Vorstand Ronald Kothe, „Dazu haben wir einen Fahrplan erstellt, eine Digitalisierungs-Landkarte mit den dazu notwendigen Schritten und Inhalten.“ Zum Ende des vergangenen Jahres bestand zum Beispiel bereits in über 40 Förderprogrammen der SAB die Möglichkeit der elektronischen Antragstellung. Möglich wurde dies durch den Ausbau des Förderportals zu einer umfassenden webbasierten Antragsplattform. Über das Förderportal ist auch die Einreichung von Auszahlungsanträgen sowie elektronischer Verwendungsnachweise möglich.

SAB treibt nachhaltige Entwicklung voran

Neben der Digitalisierung widmet sich die SAB mit voller Kraft dem Thema Nachhaltigkeit. „Wir tragen Verantwortung für die Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Bedingungen in Sachsen. Hierfür werden wir als Förderbank des Freistaates Impulse für die notwendige ökologische Transformation geben, unsere Erfahrungen teilen und unseren Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten. Den Grundstein hierzu haben wir mit unserer ersten eigenständigen Nachhaltigkeitsstrategie gelegt“, so die SAB-Vorstandsvorsitzende. Die Bank unterstützt die Staatsministerien bei der Entwicklung von Nachhaltigkeitskomponenten in Förderprogrammen und implementiert nachhaltige Aspekte im eigenen Kreditangebot. Darüber hinaus strebt die SAB laut Frau Dr. Leonhardt einen klimaneutralen Bankbetrieb bis spätestens 2045 an, baut ihr Nachhaltigkeitsberichtswesen umfangreich aus und implementiert nachhaltige Kennzahlen in ihrer strategischen Ausrichtung.

Starke Kunden- und Partnerorientierung

Die SAB wird auch in Zukunft unternehmerisch erfolgreich und für Sachsen wirksam sein. So ist im vergangenen Jahr eine fokussierte Abteilung Kundenmanagement entstanden, die sich nach Kundengruppen ausrichtet. „Wir haben ein neues Niveau der Kunden- und Partnerorientierung erreicht“, so die SAB-Vorstandsvorsitzende. Durch das Zwei-Standorte-Konzept Dresden / Leipzig, dem kürzlich neu eröffneten Kundencenter Chemnitz sowie den Kontaktpunkten Görlitz sowie Weißwasser hat die SAB ihre Präsenz im Freistaat deutlichgesteigert. Zudem kommt die Förderbank durch verschiedene Online- und Präsenzveranstaltungen mit ihren Kunden und Partnern in Kontakt. Neu ist hierbei der SAB-DIALOG. Am 5. Mai 2022 fand die Premiere dieses Formats zum Thema „Digitalisierung im Mittelstand sowie Digitalisierung von Förderung“ statt; am 9. November 2022 dreht sich alles um die „Nachhaltigkeit“.

Solide wirtschaftliche Lage

Die Bilanzsumme der SAB erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 auf knapp 9,0 Mrd. EUR (Vj. 8,2 Mrd. EUR). Die Förderbank hat einen Jahresüberschuss von 654 TEUR (Vj. 996 TEUR) erwirtschaftet. Die SAB verfügt über eine solide Eigenkapitalausstattung. Sie versetzt die Förderbank in die Lage, die voraussichtlich steigenden regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und das wachsende Fördergeschäft auch in Zukunft zu bewältigen. Die SAB steht weiterhin solide da und ist für die Herausforderungen des Jahres 2022 und der Folgejahre gut aufgestellt.

Geschäftsbericht 2021:

https://www.sab.sachsen.de/geschaeftsbericht-2021

Die Jahrespressekonferenz auf YouTube:

https://www.youtube.com/watch?v=YKXQcmoIVZ8

Über die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB)

Die SAB wurde 1991 gegründet und ist die Förderbank des Freistaates Sachsen. Sie unterstützt den Freistaat Sachsen bei der Erfüllung seiner öffentlichen Aufgaben. Die SAB reicht Fördermittel vor allem aus für den Wohnungsbau, für die Wirtschaft, die Infrastruktur, Kommunales, Bildung und Soziales sowie für die Landwirtschaft und die Umwelt. Die Gelder werden als Darlehen, Zuschüsse oder Bürgschaften vergeben. www.sab.sachsen.de

Pressesprecher

Volker Stößel

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