SAB legt Geschäftsbericht 2017 vor

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Pressemitteilung 13. Juni 2018

2.117 Millionen Euro Neugeschäftsvolumen –
damit 13 Prozent mehr als 2016

Geschäftsentwicklung

Das Neugeschäftsvolumen der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) (Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften) betrug 2017 ca. 2.117 Millionen Euro und lag damit um ca. 13 Prozent (ca. 245 Millionen Euro) über dem Niveau von 2016.

Insgesamt bearbeitete die Bank etwa 29.070 Anträge und prüfte ca. 21.000 Verwendungsnachweise.

Wie in den Vorjahren vergab die Bank auch 2017 mit rund 1.799 Millionen Euro wieder den überwiegenden Teil des Fördermittelvolumens (ca. 85 Prozent) in Form von Zuschüssen (2016: 1.393 Millionen Euro). Als Darlehen hat die SAB im Berichtsjahr Mittel in Höhe von rund 316 Millionen Euro (2016: 469 Millionen Euro) ausgereicht. Der Anteil der Darlehen am Fördergeschäft lag damit bei ca. 15 Prozent. Bürgschaften wurden mit einem Volumen von knapp 2 Millionen Euro weiterhin nur gering nachgefragt.

Größter Förderbereich war 2017 der Bereich Infrastruktur- und Kommunales mit 47 Prozent des Neugeschäftsvolumens, gefolgt von der Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung mit 29 Prozent. Die Bereiche Wohnungsbauförderung sowie Umwelt- und Landwirtschaftsförderung waren mit jeweils 12 Prozent am Neugeschäft beteiligt.

Förderschwerpunkt im Bereich Infrastruktur und Kommunales war das Programm „Brücken in die Zukunft“, auf das nahezu die Hälfte des Bewilligungsvolumens in diesem Förderbereich entfällt.

In der Wirtschaftsförderung war neben den weiterhin stark nachgefragten Mittelstands- und Technologieprogrammen ein deutlich gestiegenes Interesse an der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu verzeichnen, u.a. ausgelöst durch die für 2018 angekündigte Reduzierung der GRW-Fördersätze.

Ertragslage

Die wesentlichen Ertrags- und Aufwandspositionen haben sich wie folgt entwickelt:

Das Jahresergebnis betrug im Berichtsjahr 0,9 Millionen Euro (Vorjahr: 0,8 Millionen Euro).

Unter anderem geprägt durch Einmalaufwendungen war 2017 ein Zinsergebnis von 80,2 Millionen Euro zu verzeichnen.

Da der Freistaat Sachsen auch in der aktuellen EU-Förderperiode 2014–2020 in größerem Umfang von EU-Strukturfondsfördermitteln profitiert, liegt der Schwerpunkt des Fördergeschäftes unverändert in der Zuschussförderung und wirkt positiv auf das Provisionsergebnis. Aufgrund gestiegener Leistungen bei der Abarbeitung der EU-Förderprogramme war das Provisionsergebnis um 9,8 Millionen Euro höher als im Vorjahr.

Der Anstieg der ordentlichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Millionen Euro resultiert vor allem aus höheren Sachaufwendungen im IT- und IT-nahen Bereich.

Die erforderliche Risikovorsorge konnte, insbesondere durch Rückflüsse im Kreditgeschäft, um insgesamt 9,1 Millionen Euro reduziert werden.

Das Ergebnis vor Risikovorsorge konnte zur Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Reserven nach § 340f und § 340g HGB genutzt werden. Die Vorsorgereserven für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340f HGB wurden um 53,7 Millionen Euro und der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB um 9,5 Millionen Euro erhöht. Sowohl die allgemeine Risikotragfähigkeit als auch teilweise die Kernkapitalquote wurden damit weiter gestärkt.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der SAB belief sich zum 31. Dezember 2017 auf rund 7.568 Millionen Euro (Vorjahr: 7.640 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert aus Tilgungen der Darlehensbestände.

Das Stammkapital beträgt unverändert 500 Millionen Euro.

Die bankaufsichtsrechtlichen Eigenmittel der SAB betrugen unter Berücksichtigung des Jahresabschlusses 2017 ca. 984 Millionen Euro, davon rund 865 Millionen Euro Kernkapital.

Die Gesamtkapitalquote per 31. Dezember 2017 betrug nunmehr 33,9 Prozent (Vorjahr 31,3 Prozent) und lag damit über der für die SAB geltenden Mindestquote von 11,9 Prozent. Die harte Kernkapitalquote betrug 29,8 Prozent (Vorjahr 26,5 Prozent).

Standortaufbau Leipzig

Die Bank hat ihren statutarischen Sitz im Zuge der Umsetzung des Sächsischen Standortgesetzes zum 1. Januar 2017 von Dresden nach Leipzig verlegt.

In der Gerberstraße, in unmittelbarer Nähe zum Leipziger Hauptbahnhof, errichtet die SAB ein modernes Bürogebäude, welches nach aktuellem Stand voraussichtlich Ende des Jahres 2019/Anfang 2020 fertiggestellt sein wird.

Ausblick

Anstrengungen zur Stärkung des Wirtschafts- und Forschungsstandortes bleiben Grundpfeiler für den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolg des Freistaates Sachsen. Die laufenden arbeitsmarktpolitischen Initiativen der Staatsregierung und die Investitionen in Bildung, wie z.B. die Weiterbildungsschecks und das Aufstiegs-BAföG, leisten wichtige Beiträge zur Fachkräftesicherung.

Im Bereich Wohnungsbau fördert die SAB weiterhin den sozialen Mietwohnungsbau in den Ballungszentren, unterstützt die Wohneigentumsbildung von Familien und Wohnraumanpassungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Förderschwerpunkte im Förderbereich Infrastruktur und Kommunales bleiben das Programm „Brücken in die Zukunft“, die Sanierung und Errichtung von Schulgebäuden sowie die Städtebauförderung.

In den nächsten Jahren strebt die Bank einen sukzessiven Anstieg der Darlehensförderung und die Einführung bankeigener Förderprodukte an. Dies soll vorrangig in bestehenden Geschäftsfeldern erfolgen, lässt aber auch neue Produkte und Zielgruppen zu. Dabei werden die Belange des ländlichen Raumes im Freistaat stärkere Berücksichtigung erfahren.

Neben den steigenden bankaufsichtsrechtlichen Anforderungen, der stetigen Weiterentwicklung der Förderpolitik und den rasanten Entwicklungen in der Informationstechnologie verändern sich auch die Erwartungen des Freistaates an die Bank und die Bedürfnisse der Kunden. Deshalb richtet die SAB ihre Tätigkeiten und Ziele durch Optimierung ihrer Prozesse und fortschreitende Digitalisierung auf eine verbesserte Kundenorientierung aus.

Ein erster Schritt dazu ist das neue Corporate Design mit zeitgemäßem Logo einschließlich neuem Web-Auftritt – modern, zukunftsweisend, endgerätekompatibel – welches Anfang dieses Monats startete. Parallel dazu wird auch die elektronische Antragstellung auf Förderprogramme schrittweise ausgebaut.

Geschäftsbericht zum Jahr 2017 unter „www.sab.sachsen.de