Richtlinie Hochwasserschäden 2013 - Aufbauhilfen für Unternehmen

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Überblick

Gefördert werden im Sinne eines nachhaltigen Wiederaufbaus Maßnahmen zur Beseitigung unmittelbarer Schäden, bei denen durch direkte Einwirkung der Schadensursache

  • bauliche Anlagen gemäß § 2 Abs. 1 der Sächsischen Bauordnung (SächsBO) und
  • Gegenstände

beschädigt oder zerstört wurden oder verloren gingen.

Gefördert werden auch Maßnahmen zum nachhaltigen Wiederaufbau an anderer Stelle.

Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der freien Berufe Unternehmen der Ent- und Versorgungswirtschaft,
  • Unternehmen der Wohnungswirtschaft,
  • kommunale Gebietskörperschaften, soweit sie ihren Wohnungsbestand selbst verwalten,
  • Genossenschaften, gemeinnützige private Unternehmen und Stiftungen des Privatrechts,

sofern sie Eigentümer des geschädigten Objektes oder durch Vertrag oder Rechtsvorschrift zur Beseitigung des Schadens verpflichtet sind.

Von der Förderung ausgeschlossen sind Unternehmen die einer Rückforderung auf Grund einer Rückforderungsanordnung auf Grund eines früheren Beschlusses der Europäischen Kommission zur Feststellung der Rechtswidrigkeit und Unvereinbarkeit einer Beihilfe mit dem Binnenmarkt nicht Folge geleistet haben.

Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der freien Berufe werden als Selbständige nur gefördert, wenn sie ihre Tätigkeit vor dem Hochwasser im Haupterwerb betrieben haben. Ausnahmsweise werden Betreiber von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien gem. Erneuerbare-Energien-Gesetz auch gefördert, wenn die Anlage nicht im Haupterwerb betrieben wird.

Wer wird gefördert

Antragsberechtigt sind Unternehmer der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der freien Berufe, der Ent- und Versorgungswirtschaft, der Wohnungswirtschaft, kommunale Gebietskörperschaften soweit sie ihren Wohnungsbestand selbst verwalten sowie Genossenschaften, gemeinnützige Unternehmen und Stiftungen des Privatrechts, die durch das Hochwasser 2013 geschädigt wurden.

Zuwendungsfähig sind Ausgaben zur Beseitigung von unmittelbaren Schäden

  • an Anlagevermögen, vor allem an Grundstücken, baulichen Anlagen, Gebäuden, maschinellen Anlagen und sonstigen betriebsnotwendigen Einrichtungsgegenständen,
  • an Vorräten des Umlaufvermögens, zum Beispiel Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Leistungen

soweit sie zur Fortführung des Betriebes, einer sonstigen auf Einnahmeerzielung gerichteten Tätigkeit unentbehrlich sind oder soweit sie erforderlich sind, um Gebäude oder Räume wieder nutzbar zu machen.

Ausgangspunkt für die Berechnung des Zuschusses sind die Ausgaben für die Wiederherstellung oder Ersatzbeschaffung. Davon sind von den Ausgaben für eine Neuanschaffung von gebrauchten beweglichen Gegenständen in der Regel 30 % abzuziehen („Abzug neu für alt“). Im Falle einer Reparatur oder der Beschaffung eines gebrauchten beweglichen Gegenstandes wird die Zuwendung auf die Höhe des Zuschusses für eine Neuanschaffung begrenzt. Der „Abzug neu für alt“ gilt nicht, sofern es sich um Schäden an Objekten handelt, für die bereits früher eine Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gewährt wurde.

Eigenleistungen sind zuwendungsfähig, soweit sie bei Unternehmen in der Bilanz als Herstellungskosten aktiviert werden.

Zuwendungsfähig sind zudem die Ausgaben für die Gutachtenerstellung gemäß Teil B, Ziffer III, Nr. 4 der Förderrichtlinie.

Nicht gefördert wird die Beseitigung von Schäden:

  • an Aufschüttungen und Abgrabungen,
  • an Stützmauern von Gebäuden- und Grundstücken, soweit diese nicht aus wasserwirtschaftlichen Gründen oder zum Schutz des Gebäudes oder landwirtschaftlicher Kulturen zwingend notwendig sind,
  • an Kraftfahrzeugen, die im Straßenverkehr zugelassen oder für die Zulassung im Straßenverkehr vorgesehen sind,
  • an Gebäuden, die zum Zeitpunkt des Schadensereignisses nicht nutzbar oder bewohnbar waren, ausgenommen Gebäude, die sich bei Schadenseintritt noch im Rohbaustadium oder in der Wiederherstellung befanden; ausgeschlossen sind ferner Gebäude, die bei Eintritt des Hochwassers zum Rückbau vorgesehen waren,

die in der Regel durch zumutbare Eigenleistung beseitigt werden können.

Was wird gefördert

Gefördert werden Maßnahmen zur Beseitigung von unmittelbaren Schäden durch das Hochwasser 2013 sowie der nachhaltige Wiederaufbau. Als Schadensursache gelten auch wild abfließendes Wasser, Sturzflut, aufsteigendes Grundwasser, überlaufende Regenwasser- und Mischkanalisation sowie Hangrutsch soweit sie unmittelbar durch das Hochwasser verursacht worden sind.

Voraussetzungen

Voraussetzung für eine zügige Bearbeitung Ihres Antrages ist die Einreichung vollständiger Antragsunterlagen. Die erforderlichen Unterlagen sind in der Vollständigkeitscheckliste Teil B aufgeführt. Als Orientierung für die richtige Befüllung der Antragsunterlagen steht Ihnen ein Musterantrag (PDF, 3 MB) inkl. der zugehörigen Ausgabenfeststellung (PDF, 2 MB) zur Verfügung.

Die Förderung setzt eine unverschuldete Notlage des Antragstellers voraus.

Eine unverschuldete Notlage liegt insbesondere nicht vor:

  • bei Schäden an Gebäuden, die ohne Genehmigung errichtet wurden,
  • in der Regel bei Schäden an Gebäuden, die nach dem 20. Oktober 2004 in festgesetzten Überschwemmungsgebieten errichtet wurden, es sei denn, es handelte sich dabei um einen städtebaulich erwünschten Lückenschluss innerhalb historisch gewachsener Gemeindegebiete und
  • wenn der Antragsteller die erforderlichen Vorsorgemaßnahmen unterlassen hat oder
  • wenn der Antragsteller bei Eintritt des Schadensereignisses Maßnahmen der Selbsthilfe nicht ergriffen hat, die nach den Umständen Erfolg versprechend wären.

Schäden werden in der Regel ab einem Betrag von 5.000 EUR berücksichtigt.

Die Förderung setzt eine Bestätigung der zuständigen Gemeindeverwaltung voraus. Erforderlich ist zudem eine Stellungnahme des Landkreises bzw. der zuständigen kreisfreien Stadt zu ggf. notwendigen öffentlich-rechtlichen Genehmigungen.

Zum Nachweis der Schäden und der für dessen Beseitigung notwendigen Ausgaben für einen nachhaltigen Wiederaufbau ist ein Gutachten durch einen unabhängigen fachkundigen Sachverständigen (z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Architekt, Ingenieur) zu erstellen. Ein Sachverständiger ist insbesondere dann nicht unabhängig, wenn er in einer engen Geschäftsbeziehung zum Zuwendungsempfänger steht.

Konditionen

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich über die zuständige Gemeinde und den zuständigen Landkreis bzw. die zuständige Kreisfreie Stadt bei der SAB einzureichen. Nach Prüfung und Bestätigung leitet die Gemeinde den Antrag im Anschluss über den für die öffentlich-rechtlichen Genehmigungen zuständigen Landkreis an die SAB weiter. Nach Eingang der Antragsunterlagen in der SAB erhält der Antragsteller eine Eingangsbestätigung. Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB).

Frist / Dauer

Der Antrag muss bis 31. Dezember 2014 bei der SAB eingegangen sein.

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

Formulare / Downloads

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