Integrative Maßnahmen - Teil 5 – Maßnahmen zur Umsetzung des Bildungsmoduls

Curriculum für den Erwerb einer berufsbereichsbezogenen Grundbildung für junge Erwachsene mit Migrationshintergrund ohne oder mit stark unterbrochener Bildungslaufbahn

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Überblick

Mit der Zuwendung sollen die Kompetenzen der Teilnehmer so weit erhöht werden, dass ein erfolgreicher Übergang in bestehende weiterführende Wege der beruflichen Bildung oder Be-schäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt möglich wird. Die Integration in eine Berufsausbildung durch Herstellung der Ausbildungsreife ist dabei vorrangig.

Wer wird gefördert

Antragsberechtigt sind juristische Personen, die als Träger der beruflichen Bildung tätig sind und in einem vorangestellten Interessenbekundungsverfahren ausgewählt wurden.

Was wird gefördert

Gefördert wird die Durchführung des Bildungsmoduls „Curriculum für den Erwerb einer berufsbereichsbezogenen Grundbildung für junge Erwachsene mit Migrationshintergrund ohne oder mit stark unterbrochener Bildungslaufbahn“ des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Übersicht der Module:

1. Pflichtmodul – Einführung in die Phase „Arbeiten und Lernen“
2. Pflichtmodul – Deutsch als Zweitsprache
3. Pflichtmodul – Grundlagen der Mathematik – Umgang mit Zahlen
4. Wahlmodul – Berufsbereiche Wirtschaft und Verwaltung
5. Wahlmodul – Berufsbereiche Metall-, Elektro-, Bau- und Holztechnik
6. Wahlmodul – Berufsbereiche Textiltechnik und Bekleidung sowie Chemie, Physik und Biologie
7. Wahlmodul – Berufsbereiche Drucktechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung
8. Wahlmodul – Berufsbereiche Gesundheit, Körperpflege, Ernährung und Hauswirtschaft, Agrarwirtschaft
9. Pflichtmodul – Berufsbereichsbezogenes Projekt
10. Pflichtmodul – Erfahrungen am Lernort Praxis reflektieren

Voraussetzungen

  • Zuwendungsempfänger müssen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung (AZAV) zugelassen sein
  • Bei Kooperationen mit anderen Trägern sind die Rechte und Pflichten zur Erfüllung des Zuwendungszweckes vertraglich zu regeln (Kooperationsvereinbarung)
  • Maximale Teilnehmerzahl bei verpflichtenden Modulen beträgt 16 Personen. Die Anwesenheit ist auf einer Anwesenheitsliste zu dokumentieren und vom Teilnehmenden und Träger zu unterschreiben.
  • Teilnahmeberechtigt sind Flüchtlinge nach Vollendung des 18. Lebensjahres, die nicht mehr schulpflichtig sind, denen die erforderliche schulische Vorbildung fehlt (z. B. keine Nachweis eines schulischen Abschlusses), um erfolgreich in Berufsvorbereitung, Berufsausbildung und/oder Beschäftigung am allgemeinen Arbeitsmarkt einzumünden und die Kenntnisse der deutschen Sprache (vergleichbar Niveau A2 GER) nachweisen können. Von einem Fehlen der erforderlichen schulischen Vorbildung wird dann ausgegangen, wenn der Betreffende keinen schulischen Abschluss nachweisen oder trotz Vermittlungsbemühungen der zuständigen Behörden keine Berufsbildung aufnehmen kann. Ein entsprechender Nachweis durch die regional zuständige Agentur für Arbeit sowie das Jobcenter ist vorzulegen.
  • Sofern ein Geduldeter an den Maßnahmen teilnimmt, hat der Zuwendungsempfänger monatlich zu prüfen, ob ein die weitere Teilnahme ausschließendes Erwerbstätigkeitsverbot nach § 60a Abs. 6 AufenthG als Nebenbestimmung in der Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung (Duldungsbescheinigung) eingetragen ist.

Eine Teilnahme ist bei folgenden Tatbeständen ausgeschlossen:

  • Wohnverpflichtung in einer Erstaufnahmeeinrichtung nach § 61 Abs. 1 AsylG
  • Beschäftigungsverbot für Personen mit Aufenthaltsgestattung in den ersten drei Monaten nach § 61 Abs. 2 AsylG
  • Personen aus sicheren Herkunftsländern gemäß § 29a AsylG i. V. m. Anlage II zum AsylG oder
  • Erwerbstätigkeitsverbot bei Geduldeten nach § 60a Abs. 6 AufenthG

Die Bereitschaft zur Kooperation mit dem Landesamt für Schule und Bildung (LASuB) ist zu gewährleisten.

Konditionen

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Frist / Dauer

Der Antrag kann fortlaufend eingereicht werden.

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz / Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration zur Förderung der sozialen Integration und Partizipation von Personen mit Migrationshintergrund und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (Richtlinie Integrative Maßnahmen)

Formulare / Downloads

Laden Sie sich die benötigen Antragsunterlagen für Ihr Förderprogramm hier herunter. Alternativ können Sie die Formulare direkt online ausfüllen: Über die Speicherfunktion können Sie Ihren Antrag jederzeit zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeiten.

Antrag

Auszahlung

Verwendungsnachweis

  • Die Vordrucke werden in den nächsten Tagen zur Verfügung gestellt.

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