Integrative Maßnahmen - Teil 4 – Maßnahmen zur Erstorientierung in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen

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Überblick

Zweck der Zuwendung ist es, für jeden Asylsuchenden einen schnellen Zugang zu Verständigungsmöglichkeiten und den Kontakt zu Menschen zu verschaffen, die Orientierung insbesondere im gesellschaftlichen Miteinander sowie Rechte und Pflichten von Asylsuchenden zu vermitteln und Fragen beantworten zu können.

Ein frühzeitig vermitteltes Orientierungswissen in Alltag und Kultur unseres Landes ist eine wichtige Basis für ein späteres friedliches und konstruktives Zusammenleben in den sächsischen Kommunen.

Ziel ist es, die Integration und Partizipation von Personen mit Migrationshintergrund in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zwischen Personen mit und ohne Migrationshintergrund in der sächsischen Gesellschaft zu stärken.

Die Förderung folgt dem Grundverständnis, dass Integration ein gesamtgesellschaftlicher Prozess ist und dass sowohl Personen mit Migrationshintergrund als auch die Mehrheitsgesellschaft gefordert sind, diesen Prozess aktiv und gemeinsam zu gestalten.

Die Definition der Personen mit Migrationshintergrund folgt der Definition gemäß Mikrozensus des Statistischen Bundesamts. Demnach zählen zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund alle Personen, die nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugezogen sind, alle in Deutschland geborenen Ausländer/-innen und alle in Deutschland mit deutscher Staatsangehörigkeit Geborene mit zumindest einem zugezogenen oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil. Der Migrationsstatus einer Person wird somit sowohl aus ihren persönlichen Merkmalen zu Zuzug, Einbürgerung und Staatsangehörigkeit wie auch aus den entsprechenden Merkmalen der Eltern abgeleitet.

Schwerpunkte der Förderung sind:

  1. Maßnahmen zur Erstorientierung, die nach dem vom Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vorgegebenen Curriculum „Erstorientierungskurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“, in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Sachsen durchgeführt werden.
  2. Sonstige Maßnahmen zur Erstorientierung nach Förderbekanntmachung des Geschäftsbereichs Gleichstellung und Integration des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz.

Wer wird gefördert

Antragsberechtigt sind

  • eingetragene Vereine,
  • gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung,
  • Volkshochschulen und
  • Träger der freien Wohlfahrtspflege.

Was wird gefördert

Gefördert werden Maßnahmen zur Erstorientierung (Erstorientierungskurse nach dem vorgegebenen Curriculum „Erstorientierungskurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ vom Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz).

Voraussetzungen

Der Projektträger hat mit dem Betreiber der Erstaufnahmeeinrichtung ein Kooperationsvertrag.

Der Projektträger hat Erfahrungen in der sprachlichen und kulturellen Erstorientierung von Asylsuchenden sowie in der Erwachsenenqualifizierung in der Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache bzw. Deutsch als Fremdsprache.

Die Kurse in den sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind entsprechend dem Curriculum „Erstorientierungskurse für Asylsuchende in sächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen“ in der jeweils geltenden Fassung durchzuführen.
Kursformen, die vom Curriculum aufgrund anderer Zielgruppen abweichen, müssen mit der durch den vom Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration des Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz bestellten „Landeskoordination Erstorientierung“ abgestimmt sein bzw. gemeinsam mit der „Landeskoordination Erstorientierung“ erstellt werden.

Projektträger sind zur Kooperation mit der „Landeskoordination Erstorientierung“ verpflichtet.

Abschluss der Kurse:
Den Teilnehmern der Erstorientierungskurse ist bei mindestens 70%iger Anwesenheit eine Teilnahmebestätigung gemäß dem Curriculum auszugeben.

Konditionen

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Frist / Dauer

Der Antrag kann fortlaufend eingereicht werden.

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz, Geschäftsbereich Gleichstellung und Integration zur Förderung der sozialen Integration und Partizipation von Personen mit Migrationshintergrund und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts (Richtlinie Integrative Maßnahmen)

Formulare / Downloads

Laden Sie sich die benötigen Antragsunterlagen für Ihr Förderprogramm hier herunter. Alternativ können Sie die Formulare direkt online ausfüllen: Über die Speicherfunktion können Sie Ihren Antrag jederzeit zwischenspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeiten.

Antrag

Datenschutz TN-Daten Landesmittel_Infoblatt
64007

Datenschutzhinweise für Kunden / Interessenten (DSGVO)
64005

Integration_Antrag_RL_Teil_4
62195

Auszahlung

Auszahlungsantrag_Zuschuss
61323

Verwendungsnachweis

Integration_RL_Teil_4_ Verwendungsnachweis
62196

Hinweise

Merkblatt des SMGI zur Logoverwendung (PDF, 157 kB)

Logo Publizität (JPG, 144 kB)

Kontakt

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