Kooperationsprogramm INTERREG Polen – Sachsen 2014 - 2020

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Überblick

Die Europäische Union unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Polen und Sachsen

Das Kooperationsprogramm INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020 unterstützt Vorhaben, die im sächsisch-polnischen Grenzraum umgesetzt werden. Es wird vom polnischen Ministerium für Regionalentwicklung in Warschau verwaltet. Das Gemeinsame Sekretariat, das für die Antragsbearbeitung zuständig ist, befindet sich in Breslau (Wrocław). Die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB) berät deutsche Antragsteller und Begünstigte im Regionalen Kontaktpunkt im Görlitz. Weiterhin ist die SAB für die Belegprüfung deutscher Kooperationspartner zuständig.

Das Fördergebiet erstreckt sich auf deutscher Seite über die Landkreise Görlitz und Bautzen und auf der polnischen Seite über die Unterregion Jelenia Góra in der Wojewodschaft Niederschlesien und den Landkreis Żarski in der Wojewodschaft Lubuskie.

Für die Programmumsetzung stehen 70 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zur Verfügung.

Kontaktdaten und ausführliche Informationen zu den Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Programmhomepage unter http://de.plsn.eu .

Zuwendungszweck

Die Förderung ist Bestandteil der Kohäsionspolitik der Europäischen Union. Das Kooperationsprogramm unterstützt die grenzübergreifende Zusammenarbeit in folgenden Bereichen (Prioritätsachsen):

  • Gemeinsames Natur- und Kulturerbe
  • Regionale Mobilität
  • Grenzübergreifende Aus- und Weiterbildung
  • Partnerschaftliche Zusammenarbeit und institutionelles Potential

Zuwendungsempfänger

Im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014-2020 ist jedes Projekt von Begünstigten aus beiden Teilnehmerländern umzusetzen.

Einer der Kooperationspartner übernimmt die Rolle des federführenden Begünstigten (Lead-Partner) und unterschreibt den Zuwendungsvertrag.

Ein Lead-Partner oder ein Projektpartner müssen zu einer der folgenden Institutionskategorien gehören:

  • Staatliche, regionale und kommunale Verwaltungen bzw. deren nachgeordnete Behörden, Einrichtungen und Verbände:
    a) mit Rechtspersönlichkeit gemäß nationalem Recht,
    b) ohne Rechtspersönlichkeit nach geltendem nationalen Recht, sofern ihre Vertreter befugt sind, im Namen der Einrichtung rechtliche und finanzielle Verpflichtungen einzugehen.
  • Juristische Personen des öffentlichen und des privaten Rechts, die zu dem besonderen Zweck gegründet wurden, im Allgemeininteresse liegende Aufgaben nichtgewerblicher Art zu erfüllen und die Rechtspersönlichkeit besitzen und überwiegend vom Staat, von Gebietskörperschaften oder von anderen Einrichtungen des öffentlichen Rechts finanziert werden, hinsichtlich Ihrer Leitung der Aufsicht durch Letztere unterliegen oder deren Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorgan mehrheitlich aus Mitgliedern bestehen, die vom Staat, von den Gebietskörperschaften oder von anderen Einrichtungen des öffentlichen Rechts ernannt worden sind.
  • Nichtstaatliche non-profit Organisationen, Vereine sowie Wirtschafts- und Sozialpartnerorganisationen gemäß nationalen Vorschriften:
    a) mit Rechtspersönlichkeit gemäß nationalem Recht,
    b) ohne Rechtspersönlichkeit sofern ihre Vertreter befugt sind, in ihrem Namen rechtliche Verpflichtungen einzugehen und die finanzielle Haftung zu übernehmen.
  • Kleine und mittelständische Unternehmen, sofern die Projektmaßnahmen im Allgemeininteresse liegen. Die Leadpartnerschaft von KMU in Projekten ist ausgeschlossen.

Weiterführende Informationen erhalten Sie auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu .

Zuwendungsart und -höhe

Es werden bis zu 85 % der förderfähigen Ausgaben als zweckgebundener, nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt (Anteilsfinanzierung). Die Auszahlung erfolgt im Erstattungsprinzip.

Voraussetzungen

Mindestvoraussetzung ist, dass mindestens ein deutscher und ein polnischer Projektpartner zusammen arbeiten. Dabei erfüllen sie mindestens drei von vier Kriterien der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit:

  • Gemeinsame Vorbereitung als obligatorisches Kriterium
  • Gemeinsame Umsetzung als obligatorisches Kriterium
  • Gemeinsame Finanzierung als Wahlkriterium
  • Gemeinsames Personal als Wahlkriterium

Ein deutscher oder ein polnischer Partner übernimmt die Gesamtverantwortung für die ordnungsgemäße inhaltliche, administrative und finanzielle Projektumsetzung (so genanntes Lead-Partner-Prinzip).

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Der Antrag ist bei dem Gemeinsamen Sekretariat in Wroclaw einzureichen. Das Gemeinsame Sekretariat und der Regionale Kontaktpunkt in Görlitz unterstützen Sie gern bei der Qualifizierung Ihrer Projek-tidee bis zur Antragsreife. Die Entscheidung über eine Förderung trifft ein aus sächsischen und polnischen Vertretern bestehender Begleitausschuss. Bewilligungsstelle ist das polnische Ministerium für Regionalentwicklung in Warschau. Mehr dazu auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu .

Die Kontrollinstanz ist für die Prüfung und die Bestätigung der Förderfähigkeit der Ausgaben der Kooperationspartner zuständig. Für sächsische Partner nimmt diese Aufgaben die SAB wahr.

Verfahrensablauf

Alle Informationen zur Antragstellung erhalten Sie auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu .

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

  • Kooperationsprogramm INTERREG Polen - Sachsen 2014 – 2020 (CCI Nr. 2014TC16RFCB018), genehmigt durch den Beschluss der Europäischen Kommission gemäß Art. 29 Abs. 4 der ESIF-Verordnung (Beschluss Nr. C(2015) 4096) – abrufbar auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu
  • Programmhandbuch des Kooperationsprogramms Polen – Sachsen 2014-2020 – abrufbar auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu
  • Verordnung (EU, EURATOM) Nr. 966/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Oktober 2012 über die Haushaltsordnung für den Gesamthaushaltsplan der Union und zur Aufhebung der Verordnung (EG, EURATOM) Nr. 1605/2002 des Rates (ABl. EU L 298 S. 1), in der jeweils geltenden Fassung
  • Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit gemeinsamen Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds, den Kohäsionsfonds, den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds sowie mit allgemeinen Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, den Europäischen Sozialfonds, den Kohäsionsfonds und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1083/2006 des Rates (ABl. EU L 347 S. 320), in der jeweils geltenden Fassung
  • Verordnung (EU) Nr. 1301/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und mit besonderen Bestimmungen hinsichtlich des Ziels "Investitionen in Wachstum und Beschäftigung" und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1080/2006 (ABl. EU L 347, S. 289), in der jeweils geltenden Fassung
  • Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit besonderen Bestimmungen zur Unterstützung des Ziels "Europäische territoriale Zusammenarbeit" aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) (ABl. EU L 347, S. 259), in der jeweils geltenden Fassung

Formulare / Downloads

Die Antragstellung und Abrechnung erfolgen elektronisch. Informationen erhalten Sie auf der Programmhomepage http://de.plsn.eu .

Erklärung Datenschutz (Vordruck 60947) und Datenschutzhinweise für Kunden / Interessenten (Vordruck 64005-2)

Mit diesen Vordrucken informieren wir Sie über die Verarbeitung Ihrer personenbezogener Daten und Ihre Rechte gemäß den Datenschutzvorschriften.

Tätigkeitsnachweis (Vordruck 61727)

Dieser Vordruck dient den deutschen Projektpartnern zur Erfassung der projektbezogenen Arbeitsstunden für Mitarbeiter, die mit flexibler Stundenanzahl am Projekt tätig sind. Er ist als Nachweis der tatsächlichen Personalausgaben mit jeder Abrechnung bei der deutschen Kontrollinstanz einzureichen.