Psychiatrie und Suchthilfe – Teil 1

Antrag erstellen

Überblick

Ziel der Förderung ist der Erhalt und die Weiterentwicklung der gemeindepsychiatrischen Versorgungssysteme in den Landkreisen und Kreisfreien Städten (gemeindepsychiatrische Verbunde), die wirtschaftlichen und modernen fachlichen Standards genügen.

Gefördert werden insbesondere Sozialpsychiatrische Dienste, Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen sowie Suchtberatungs- und –behandlungsstellen als Einrichtungen der gemeindepsychiatrischen Verbunde.

Aufgaben der Sozialpsychiatrischen Dienste:

  • Sozialpsychiatrische Vorsorge, Begleitung, Nachsorge und Krisenintervention, auch aufsuchend
  • Vermittlung sozialer Hilfen

Aufgaben der Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen:

  • Beratung und Vermittlung von Hilfen für psychisch kranke Menschen sowie deren Angehörige und Bezugspersonen,
  • Tagesstrukturierende Maßnahmen und Gruppenangebote
  • Unterstützung zur Alltagsbewältigung

Aufgaben der Suchtberatungs- und –behandlungsstellen:

Beratung und Betreuung von suchtkranken oder suchtgefährdeten Menschen, deren Angehörige und Bezugspersonen sowie andere Ratsuchende, insbesondere

  • Vorbereitung und Vermittlung suchtspezifischer Therapien
  • Maßnahmen der Nachsorge
  • Krisenintervention
  • Psychosoziale Betreuung Substituierter
  • Präventionsangebote
  • Unterstützung der Selbsthilfe
  • Angebote der Gesundheitsfürsorge und Hygiene

Wer wird gefördert

  • Landkreise
  • Kreisfreie Städte

Soweit Aufgaben gemäß §6 Abs. 1 Satz 7 des Sächsischen Gesetzes über die Hilfen und die Unterbringung bei psychischen Krankheiten an Verbände der freien Wohlfahrtspflege oder gemeinnützige Institutionen durch Versorgungsvertrag übertragen sind, kann die Zuwendung nach Maßgabe der Richtlinie und Nr. 12 der Verwaltungsvorschrift zu § 44 der SäHO an diese in öffentlich rechtlicher Form weitergegeben werden. Der Versorgungsvertrag darf die Gewährung von Fördermitteln des Freistaates Sachsen nicht zur Voraussetzung machen (gilt für Zu-wendungen ab 01.01.2019).

Was wird gefördert

Gefördert werden Personal- und Sachausgaben.

Voraussetzungen

  • Fundierte Konzeption mit Aussagen zu den Aufgaben der Dienste und Stellen zur Sicherstellung der Versorgung (ausgerichtet am Sächsischen Landespsychiatrieplan oder Drogen- und Suchtbericht sowie dem regionalen Suchthilfeplan) und zur Personalausstattung
  • Der sozialpsychiatrische Dienst muss unter Leitung einer Person stehen, welche die Voraussetzungen gemäß §6 Abs. 2 Satz 3 des Sächsischen Gesetzes über die Hilfen und die Unterbringung bei psychischen Krankheiten erfüllt oder für die eine Ausnahmegenehmigung vorliegt.

Konditionen

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Frist / Dauer

Für jedes Vorhaben ist ein separater Förderantrag zu stellen.

Die Anträge sind bis zum 30. September des laufenden Jahres für das Folgejahr/die beiden folgenden Jahre bei der SAB einzureichen.

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Fachlich fundierte Konzeption
  • Aufstellung zu den weiteren Standorten (SAB-Vordruck 64245-1)
  • Stellungnahme der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft bzw. des Drogenbeirates (SAB-Vordruck 64246)
  • Nachweis zur Qualifikation des Leiters des Sozialpsychiatrischen Dienstes oder eine entsprechende Ausnahmegenehmigung des Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung sozialpsychiatrischer Hilfen, der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe (Richtlinie Psychiatrie und Suchthilfe – RL-PsySu) vom 12. September 2017

Formulare / Downloads

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