Psychiatrie und Suchthilfe – Teil 2

Antrag erstellen

Überblick

Ziel der Förderung ist es, durch präventive Vorhaben einer Erkrankung im psychiatrischen Bereich vorzubeugen, krankheitsbedingte Benachteiligungen auszugleichen, vorhandene Selbsthilfekräfte zu beleben und eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu sichern.

Gefördert werden

  • Vorhaben zur Wahrnehmung von Aufgaben, die die Tätigkeit der gemeindepsychiatrischen Verbunde ergänzen
  • Angebote zur Beschäftigung und Teilhabe von psychisch kranken oder suchtkranken Menschen am Arbeitsleben, insbesondere in Zuverdienstprojekten
  • Modelle zur Entwicklung neuer Versorgungsstrukturen
  • Vorhaben zur Verbesserung des Gesamtsystems der sozialpsychiatrischen Hilfen, der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe
  • Mobile Präventionsprojekte (-> Näheres hierzu siehe Infoblatt unter Rechtsgrundlagen)

Wer wird gefördert

Natürliche und juristische Personen, die im Bereich der Hilfen für psychisch kranke Menschen gemäß §§ 5 ff. des Sächsischen Gesetzes über die Hilfen und die Unterbringung bei psychischen Krankheiten fachliche Kompetenz und Erfahrungen aufweisen können.

Was wird gefördert

Gefördert werden Personal-, Sach- und Verwaltungsausgaben.

Voraussetzungen

  • Fachlich fundierte Konzeption mit einer ausführlichen Beschreibung des Projektes. Zudem soll diese Aussagen zum Bedarf, der Zielstellung, Zielgruppe und Einordnung des Angebotes in das bestehende gemeindepsychiatrische Leistungsspektrum enthalten.
  • Eigenmittelanteil in Höhe von mindestens 10% der zuwendungsfähigen Ausgaben (hierzu zählen auch Spenden oder andere zweckgebundene Einnahmen). Der Anteil kann auch vom Landkreis oder der Kreisfreien Stadt zusätzlich zum kommunalen Anteil übernommen werden.

Bei regionalen Vorhaben zusätzlich

  • Kommunale Beteiligung in Höhe von 10% der zuwendungsfähigen Ausgaben

Bei Aufbau, Erweiterung oder Neuausrichtung von Angeboten zur Beschäftigung und Teilhabe von psychisch kranken oder suchtkranken Menschen am Arbeitsleben (Zuverdienstprojekte) zusätzlich

  • Betriebswirtschaftliche Stellungnahme mit Aussagen zur längerfristigen wirtschaftlichen Tätigkeit

Konditionen

Ablauf / Verfahren

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Frist / Dauer

Für jedes Vorhaben ist ein separater Förderantrag zu stellen.

Die Anträge sind spätestens zwei Monate vor dem geplanten Beginn des Projekts bei der SAB einzureichen.

Dem Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:

  • Fachlich fundierte Konzeption (SAB-Vordruck 64248-1)
  • Kosten-/Ausgabenplan (SAB-Vordruck 64248-2)
  • Stellungnahme der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft bzw. des Drogenbeirates (SAB-Vordruck 64247)
  • Nachweis über die kommunale Beteiligung
  • Ggf. Vereinbarung zur Kooperation

Bei Angeboten zur Beschäftigung und Teilhabe (Zuverdienstprojekte) zusätzlich

  • Betriebswirtschaftliche Stellungnahme
  • Nachweis, dass der Anleiter über sozialtherapeutische Weiterbildung bzw. sozialthe-rapeutische Kompetenzen zu psychiatrischen Krankheitsbildern oder Abhängigkeitser-krankungen sowie den Umgang und die Kommunikation mit entsprechend beeinträchtigten Menschen verfügt

Bei juristischen Personen

Aktueller, vollständiger Registerauszug

Anzeige eines Zeichnungsbefugten (SAB-Vordruck 61547-1)

Rechtsgrundlagen / Infoblätter

Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung sozialpsychiatrischer Hilfen, der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe (Richtlinie Psy-chiatrie und Suchthilfe – RL-PsySu) vom 12. September 2017

Informationsblatt zur Förderung mobiler Präventionsprojekte (PDF, 102 kB)

Formulare / Downloads

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