5 Chancen- und Prognosebericht

5.1 Rahmenbedingungen

5.1.1 Förderpolitik

Die Förderpolitik des Freistaates Sachsens und hiervon abgeleitet die Geschäftstätigkeit der Bank wird wesentlich von Rahmenbedingungen bestimmt, welche auf Ebene der EU gesetzt werden. Der europäischen Strukturpolitik kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Es wird erwartet, dass im kommenden Jahr die für die neue Förderperiode 2021 – 2027 maßgeblichen Verordnungen der Europäischen Struktur- und Investitionsfonds verabschiedet werden. Über die genaue Höhe der Mittelausstattung wird nach aktuellem Stand Ende 2020 entschieden, da eine enge Koppelung zur Verabschiedung des mehrjährigen Finanzrahmens der EU besteht. Über dessen Höhe soll im Verlauf des Jahres 2020 eine Einigung herbeigeführt werden. Auf der Basis der vorliegenden Vorschläge wird erwartet, dass die für die nächste Förderperiode in Deutschland zur Verfügungen stehenden Mittel um rund 20 % auf ca. 16 Mrd. EUR zurückgehen werden. Auch wenn aktuell noch nicht belastbar bestimmbar, ist doch gegenüber der laufenden Förderperiode mit einem Rückgang der Mittel für Sachsen zu rechnen.

Unter anderem durch seine maßgebliche Rolle bei der Finanzierung des Strukturwandels im Rahmen des Ausstieges aus der Kohleverstromung wird der Bund auch zukünftig eine wesentliche Einflussgröße für die Förderlandschaft Sachsens sein. Mit dem „Strukturstärkungsgesetz Kohleregion“ soll die strukturpolitische Unterstützung der von dem Kohleausstieg betroffenen Regionen geregelt werden. Entsprechend dem aktuellen Regierungsentwurf stellt der Bund bis zum Jahr 2038 Mittel in Höhe von bis zu 40 Mrd. EUR bereit. Für 26 Mrd. EUR möchte der Bund selbst strukturpolitische Maßnahmen auf den Weg bringen. Den begünstigten Bundesländern: Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg sollen 14 Mrd. EUR für eigene Fördermaßnahmen bereitgestellt werden. Entsprechend dem derzeit vorgesehenen Verteilerschlüssel könnte Sachsen hiervon rund 25 % der Mittel über den gesamten Zeitraum erhalten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht bestimmbar, welche Verfahren zur Abwicklung der Förderung sowohl auf Bundesals auch auf Landesebene letztlich installiert werden. Mit ihrer Beteiligung an der im Aufbau befindlichen Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung möchte die SAB diesen Prozess eng begleiten.

Die förderpolitischen Zielsetzungen der neuen Landesregierung werden in den nächsten fünf Jahren wesentlich die Geschäftstätigkeit und Ausrichtung der Bank prägen. Erste Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung lassen sich dem im Dezember 2019 unterzeichneten Koalitionsvertrag entnehmen. Neben dem klaren Bekenntnis zur SAB als landeseigene Förderbank soll ein Fokus der Bank auf Maßnahmen im Bereich der Wirtschaftsförderung liegen. Vor dem Hintergrund des zu erwartenden Rückgangs von EU-Mitteln wird für die vorhandenen Haushaltsmittel der Einsatz von Förderdarlehen anstatt der Ausreichung von Zuschüssen verstärkt geprüft. Mit der im Koalitionsvertrag angekündigten Vorfinanzierung von EU-Haushaltsmitteln im Rahmen des Übergangs zur Förderperiode 2021 – 2027 ist ein verzögerungsfreier Start in den neuen Förderzeitraum absehbar.

Die SAB begrüßt, dass in den nächsten Jahren ein Fokus auf der Vereinfachung der Förderverfahren liegen soll. Die inhaltliche Basis bildet hierfür der im Jahr 2019 vorgelegte Abschlussbericht der „Kommission zur Vereinfachung und Verbesserung der Förderverfahren im Freistaat Sachsen“. Auf Basis dessen wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt, welche sich auf die Förderbearbeitung im kommenden Geschäftsjahr auswirken. Mit Aufmerksamkeit verfolgt die Bank die thematisierte Neuordnung von Zuständigkeiten im Bereich der kommunalen Förderungen. Da die SAB für den Freistaat Sachsen die Abwicklung für eine Vielzahl von Programmen dieses Förderbereiches übernommen hat, wären hier zumindest mittelfristig deutliche Auswirkungen auf Art und Umfang der Geschäftstätigkeit sowie die Ertragslage der Bank zu erwarten.

Die neue Landesregierung hat sich darüber hinaus zum Ziel gesetzt, die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent zu nutzen. Mit dem Förderportal besitzt die Bank hierfür eine bereits vorhandene Ausgangsbasis, bei der die technischen Voraussetzungen vorliegen, den Förderprozess online von der Antragstellung bis zur Einreichung des Verwendungsnachweises abzubilden. Um die Zahl der online abzuwickelnden Geschäftsvorfälle sowie die Nutzerfreundlichkeit des Förderportals weiter zu erhöhen, wird die Bank auch in 2020 in dessen Weiterentwicklung investieren.

5.1.2 Wirtschaftliches Umfeld

Für das Jahr 2020 erwartet die Bundesregierung in ihrer aktuellen Jahresprojektion, dass die konjunkturelle Dynamik mit einer Wachstumsrate von 1,1 % im Vergleich zu 2019 wieder leicht zunimmt. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass allein aufgrund der höheren Anzahl an Arbeitstagen in 2020 – Schaltjahr, Feiertage liegen auf dem Samstag – die Wachstumsrate deutlich höher ausfällt als in 2019. Inwiefern sich die deutsche Wirtschaft von ihrer Schwächephase tatsächlich erholt, lässt sich daher nur schwer prognostizieren. Auch wenn die Abwärtsrisiken im weltwirtschaftlichen Umfeld aufgrund der Annäherung im Handelsstreit USA-China insgesamt abgenommen haben, ist noch unklar, ob die exportorientierte deutsche Wirtschaft hiervon profitieren kann. Es ist zu erwarten, dass die Entwicklung im Außenhandel branchenspezifisch starke Unterschiede aufweisen wird. In Summe geht die SAB davon aus, dass die Konjunkturentwicklung in 2020 weitgehend dem Verlaufsmuster des Vorjahres folgen wird. Konjunkturelle Stützen werden die Baukonjunktur sowie der öffentliche und private Konsum bleiben. Mit dazu beitragen dürften die unverändert sehr guten Finanzierungsbedingungen für Unternehmen und private Haushalte aufgrund des Zinsumfeldes im Euroraum. Die SAB erwartet daher auch für 2020 keine wesentlichen Änderungen des Zinsniveaus. Um auf entsprechende Änderungen reagieren zu können, erfolgt im Rahmen der Risikosteuerung eine laufende Marktbeobachtung durch die SAB (vgl. hierzu auch die Ausführungen im Kapitel 4.2.2 Marktpreisrisiko).

Für Sachsen erwartet die SAB auf Basis der Jahresprognose des ifo (Das ifo erwartet
für Sachsen eine um 0,1 % höhere Wachstumsrate als Gesamtdeutschland) ein weitestgehend auf dem Niveau Gesamtdeutschlands liegendes Wachstum. Es wird erwartet, dass die maßgeblichen Wachstumsimpulse hierbei entsprechend der gesamtdeutschen Entwicklung vor allen aus der Binnenkonjunktur kommen werden. Für die auf ausländische Märkte angewiesene sächsische Industrie werden sich aufgrund der absehbaren Beilegung des Handelsstreites zwischen der USA und China die Risiken aller Voraussicht nach im kommenden Jahr verringern. Vor dem Hintergrund der zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres in Teilen der sächsischen Industrie deutlich eingetrübten Geschäfts- und Exporterwartungen, wird sich erst im Jahresverlauf zeigen, ob dies auch zu einer Belebung der Auslandsumsätze beiträgt. Erhebliche Unwägbarkeiten bestehen auch weiterhin aufgrund des vollzogenen Austrittes Großbritanniens aus der Europäischen Union. Das Vereinigte Königreich ist trotz starker Rückgänge in den letzten Jahren unverändert einer der wichtigsten Handelspartner Sachsens geblieben. Infolge dessen gilt es hier, die Bemühungen um ein Freihandelsabkommen und dessen mögliche Auswirkungen genau zu beobachten. Für die Bank selbst besteht kein
unmittelbarer Handlungsbedarf, da deren Risikopositionen gegenüber britischen Adressen von untergeordneter Bedeutung sind.

In der sächsischen Industrielandschaft nimmt der Automobilsektor einschließlich der Zulieferindustrie eine bedeutende Rolle ein. Mit dem vorhandenen industriellen Know-how der hiesigen Firmen und ihrer Beschäftigten sowie der Investitionen, die bereits jetzt in den Ausbau von Produktionskapazitäten für Elektromobilität an hiesigen Standorten getätigt wurden bzw.angekündigt sind, erscheinen aber für Sachsen die Chancen des Strukturwandels in der Branche die Risiken eher zu überwiegen, wie auch die Ende 2019 veröffentlichte Gemeinschaftsstudie des Netzwerkes der Automobilzulieferer Sachsen (AMZ) und des Chemnitz Automotive Institute (CATI) im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und der SAENA am Beispiel der sächsischen Zuliefererindustrie hervorhebt.

Am sächsischen Arbeitsmarkt haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erste Anzeichen gezeigt, dass sich der stetige Beschäftigungszuwachs der vergangen Jahre in Zukunft abflacht und branchenspezifisch teilweise rückläufig entwickelt. Gleichwohl erwartet die SAB, dass aufgrund des anhaltenden Fachkräftebedarfs sowie der unverändert hohen Anzahl an Erwerbspersonen, die das Renteneintrittsalter erreichen, die Lage am Arbeitsmarkt insgesamt weiterhin stabil bleibt.

Nach dem einmaligen Einwohnerzuwachs 2015 infolge der verstärkten Zuwanderung setzte sich ab 2016 die vom Statistischen Landesamt prognostizierte langfristige  Entwicklung fort. Die Einwohnerzahl nimmt weiter ab, wenn auch nur geringfügig. Hierbei gilt es, die regionalen Entwicklungen im Blick zu haben. Weder entwickeln sich alle drei sächsischen Großstädte gleich, noch ist der ländliche Raum in Sachsen eine homogene Region. Aufgrund ihres Kreditengagements ist für die SAB hierbei die Entwicklung an den sächsischen Wohnungsmärkten von besonderem Interesse. Die SAB rechnet damit, dass die hohe Wohnungsnachfrage vor allem in den Ballungsräumen auch weiterhin anhält. Da jedoch der überwiegende Teil Sachsens in Folge der demografischen Entwicklung einen fortschreitenden Einwohnerverlust verzeichnet, geht die SAB davon aus, dass in den nächsten Jahren ein weiterer Anstieg der Wohnungsleerstände zu verzeichnen sein wird.

5.2 Fördergeschäft

Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Bank folgende Entwicklung des Fördergeschäftes:

Förderbereiche, Volumen in Mio. EUR*2019 Ist2020 Plan
Wohnungsbau349,1297,8
Umwelt und Landwirtschaft329,2131,9
Infrastruktur und Kommunales847,9705,2
Wirtschaft495,4362,6
Bildung und Soziales303,5244,9
Fördergeschäft2.352,21.742,3
davon Darlehen616,9492,9
davon Zuschuss1.734,51.234,3
davon Bürgschaften0,715,0

*) Differenzen bei Gesamtergebnissen ggü. Summenbildung sind auf gerundete Zwischenergebnisse zurückzuführen.

Im Kreditgeschäft wird auch 2020 der Förderbereich Wohnungsbau das bestimmende Geschäftsfeld bleiben. Im gewerblichen Kreditgeschäft sieht die Bank weiterhin Entwicklungspotenzial bei den Infrastrukturmaßnahmen, im landwirtschaftlichen sowie im kommunalen Bereich bei Förderergänzungsdarlehen für investive Maßnahmen. Dabei ist auch eine Unterstützung der Hausbanken in Form von Konsortialfinanzierungen vorgesehen. In Summe strebt die Bank ab 2021 eine deutliche Ausweitung des Darlehensgeschäftes an. Um diese Zielstellung zu erreichen, werden in 2020 mit dem Eigentümer die Möglichkeiten zur Wandlung von Zuschussprodukten in darlehensbasierte Förderungen sowie die noch stärkere Berücksichtigung des Zinsniveaus in den angebotenen Förderprodukten geprüft. Als ergänzende Finanzierungsbausteine bietet die SAB auch weiterhin Bürgschaften in Abhängigkeit der Finanzierungssituation des Kunden an und geht mittels ihrer Tochtergesellschaft SBG Beteiligungen an in Sachsen tätigen Unternehmen ein.

Im Bereich Zuschuss wird im Förderbereich Infrastruktur und Kommunales die Unterstützung der Sanierung oder Errichtung von Schulgebäuden, welche in 2019 um das Förderelement Digitalisierung in Schulen ergänzt wurde, als wesentliches Element langfristiger Investitionen in die kommunale Bildungsinfrastruktur unverändert fortbestehen. Darüber hinaus stellen die Programme der Städtebauförderung für die SAB unverändert eine Hauptaufgabe dieses Förderbereiches dar. Die Bank möchte hier auch weiterhin in den nächsten Jahren die sächsischen Gemeinden bei der Bewahrung gewachsener Stadtund Ortskerne, bei der Unterstützung ländlicher Bereiche und bei der Gestaltung von sozialen sowie baulichen Anpassungsprozessen mit der Durchführung verschiedener Bund-Länder-Programme unterstützen.

Mit der Anpassung der Förderbedingungen in der GRW-Förderung im Herbst 2019 wird eine Belebung dieses Förderproduktes in 2020 erwartet. Neben dem in 2019 neu eingeführten Förderprogramm „Regionales Wachstum“ und der seit Jahren bewährten Mittelstandsförderung wird dieses Programm ein wichtiger Baustein der Wirtschaftsförderung in Sachsen bleiben. Darüber hinaus wird die SAB mit der zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres beschlossenen Beteiligung am Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen III GmbH & Co. KG in einem weiteren Bereich der Wirtschaftsförderung aktiv werden.

Der Förderung von umweltorientierten Vorhaben im Förderbereich Umwelt und Landwirtschaft dienen weiterhin eine Reihe von Programmen, die bereits in vergangenen Jahren bestanden und auch im Jahr 2020 fortgeführt werden (z. B. Förderung von Maßnahmen der „Siedlungswasserwirtschaft – Öffentliche Aufgabenträger“, die Richtlinie „Zukunftsfähige Energieversorgung“ und die „Richtlinie Klimaschutz“). Die SAB wird den Freistaat Sachsen bei der Umsetzung seines Beitrages zur Erreichung der Klimaziele und der Umsetzung des Klimapaktes der Bundesregierung unterstützen. Insbesondere auch vor dem Hintergrund des von der EU angekündigten Green-Deal-Pakets werden für diesen Förderbereich Zuwächse erwartet.

Im Förderbereich Bildung und Soziales werden unverändert überwiegend die Mittel des Europäischen Sozialfonds ausgereicht. Die Zahl der hier von der SAB betreuten Landesprogramme ist in 2019 kontinuierlich gestiegen. Aufgrund der in diesem Bereich erwarteten rückläufigen EU-Mittel sind bereits jetzt weitere Landesprogramme mit Beginn der neuen Förderperiode angekündigt. Darüber hinaus betreut die SAB auch die Bundesmittel für die Umsetzung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes (AFBG).

Neben der Bearbeitung der Förderanträge wird sich in 2020 der Fokus der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den entsprechenden Bereichen stark auf die Prüfung der mit den durchgeführten Vorhaben einzureichenden Verwendungsnachweise, die Abrechnung der Förderperiode und darüber hinaus auch auf die Vorbereitung der kommenden EU-Förderperiode richten.

5.3 Ertrags- und Finanzlage

In die Geschäftsprognose der Bank für die kommenden beiden Jahre fließen grundsätzlich nur als realistisch angesehene Annahmen zur Entwicklung des Fördergeschäfts ein:

Angaben in Mio. EUR*2019 Ist2020 Plan2021 Plan
Zinsergebnis85,176,072,5
Provisionsergebnis85,889,091,6
Ordentliche Aufwendungen-118,0-136,2-134,9
-Personalaufwand-67,9-68,1-71,3
-Sachaufwand (inkl. Absetzung für Abnutzung)-50,2-68,2-63,6
Sonstiges Ergebnis1,51,61,4
Betriebsergebnis vor Risikovorsorge55,430,330,7

*kaufmännisch gerundet

Für das kommende Geschäftsjahr plant die SAB mit einem Zinsergebnis in Höhe von 76,0 Mio. EUR, welches voraussichtlich in den folgenden Jahren kontinuierlich moderat absinkt.

Ergebnisdämpfend wirken dabei insbesondere das weiterhin niedrige und im Vergleich zum Vorjahr nochmals rückläufige Marktzinsniveau (mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Eigenkapitalverzinsung) sowie rückläufige Effekte aus den in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 von der Landeskreditbank Baden-Württemberg auf die SAB übertragenen Darlehensbeständen sächsischer Wohnungsbauunternehmen.

Das Provisionsergebnis wird sich mit einer leichten Steigerung gegenüber 2019 im Jahr 2020 auf voraussichtlich 89,0 Mio. EUR belaufen. Die Planung berücksichtigt dabei die Übernahme neuer Förderprogramme sowie eine bei planmäßig steigendem Bearbeitungsaufwand entsprechend höhere Vergütung pro rata temporis.

Für das Jahr 2020 prognostiziert die Bank ordentliche Aufwendungen in Höhe von 136,2 Mio. EUR. Während der Personalaufwand auf dem Niveau des Vorjahres erwartet wird, ergeben sich im Sachaufwandsbereich (inkl. Absetzung für Abnutzung) Kostensteigerungen gegenüber 2019. Dies resultiert im Wesentlichen aus höher geplanten Gebäudekosten (Gebäudeinstandhaltung bzw. -bewirtschaftung) und Abschreibungen, Zunahme der auslagerungsbedingten DV-Kosten sowie höheren Beratungskosten insbesondere durch laufende  Digitalisierungsprojekte. Aus der weiteren Digitalisierung der Förderung und des Bankbetriebes sowie der Inbetriebnahme des Bankgebäudes in Leipzig erwartet die Bank im Planungszeitraum weitere Aufwandssteigerungen in diesen Bereichen, für die die Bank bei Bedarf entsprechende Vorsorgereserven bereitstellen kann.

In Summe erwartet die SAB für das Geschäftsjahr 2020 ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge in Höhe von 30,3 Mio. EUR, welches sich mittelfristig unter Beibehaltung einer konservativen Prognose weiter moderat rückläufig entwickeln wird.

Für 2019 lag die Gesamtkapitalquote mit 37,47 % über den Erwartungen und unverändert deutlich über den Mindestanforderungen(vgl. Kapitel 2.5.2). Auch die Kernkapitalquote ist mit 34,57 % gegenüber dem Vorjahr (32,44 %) gestiegen. Für 2020 wird mit konstanten Quoten gerechnet.

Die SAB wird in der Anlagestrategie weiterhin der Sicherheit Vorrang vor dem Ertrag geben. Die nach Teil 8 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 offenzulegenden Angaben, die nicht im Jahresabschluss enthalten sind, erfolgen im Offenlegungsbericht der SAB.

Zusammenfassend erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2020 einen stabilen Geschäftsverlauf, geht jedoch davon aus, dass sich das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im Vorjahresvergleich reduzieren wird. Die Vermögens- und Finanzlage wird unverändert zum Vorjahr stabil bleiben. Abweichend zu den geplanten Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2020 könnten sich aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen weitere Chancen und Risiken für die geschäftliche Entwicklung ergeben.

Wir danken unseren Kunden und Geschäftspartnern für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Darüber hinaus danken wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SAB für die geleistete Arbeit im Geschäftsjahr 2019.

Dresden, 19. Februar 2020

Unterschrift Stefan Weber

Stefan Weber

Unterschrift Ronald Kothe

Ronald Kothe