Mehrgenerationenwohnen

(Ausschließlich Bearbeitung laufender Maßnahmen – keine Neuantragstellung.)

Allgemeine Informationen

Das Programm wurde geschlossen. Eine Neubeantragung ist nicht mehr möglich.

Wir fördern Mehrgenerationenwohnen für Jung und Alt

Aufgrund der demografischen Entwicklung entstehen in Sachsen immer mehr alternative Wohnformen wie beispielsweise Mehrgenerationenhäuser.

Mit unserem Förderprogramm „Mehrgenerationenwohnen“ unterstützen wir Baumaßnahmen von Mietern und Eigentümern ausgewiesener Wohnungen und Wohnhäusern mit bis zu 58.000 Euro. Dies umfasst Maßnahmen, den Wohnraum familien-, senioren- oder behindertenfreundlicher zu gestalten, indem beispielsweise Aufzüge errichtet, Gemeinschaftsräume geschaffen oder der Einbruchschutz verbessert wird. Förderfähig sind dabei nur Gebäude, die mindestens elf Jahre alt sind. Zudem setzt die Zweckbindungsfrist voraus, dass der Wohnraum innerhalb der Darlehenslaufzeit von 25 Jahren nicht anderweitig genutzt oder rückgängig gemacht wird.

Sichern Sie sich Ihren Darlehen für das Mehrgenerationenwohnen und informieren Sie sich hier zu unserem Förderprogramm.

Gefördert werden:

1.1 Investive Maßnahmen des barrierereduzierenden Bauens zum Umbau von Wohnungen in bestehenden Gebäuden

Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  • Einbau von bedarfsgerechten und gebäudespezifisch geeigneten Aufzügen,
  • Veränderungen von Wohnungsgrundrissen,
  • Schaffung von Gemeinschaftsräumen im Wohngebäude, zum Beispiel für eine Nutzung als Familien- und Begegnungszentrum,
  • Anbau von neuen bzw. Erweiterung vorhandener Balkone,
  • Einbau von Notrufanlagen, Wechselsprechanlagen und automatischen Türöffnern,
  • bauliche Veränderungen im Sanitär- und Küchenbereich,
  • Anpassen der Schalter für elektrische Anlagen und Einrichtungen, wie zum Beispiel Licht und Jalousien,
  • Anpassung von Türen und das Entfernen von Schwellen und Treppen,
  • Schaffung von Rollstuhl- und Kinderwagenabstellplätzen,
  • Schaffung geeigneter Zugänge zu Gebäuden, Wohnungen und Nebenräumen, wie Keller und gemeinschaftlich genutzte Räume,
  • Anpassen des unmittelbaren Wohnumfeldes, wie z. B. Schaffung von Kinderspielbereichen und Begegnungsflächen.

Ein Fördervorhaben muss mindestens drei der genannten Einzelmaßnahmen beinhalten.

Sofern die Förderbestimmungen für das barrierereduzierende Bauen eingehalten werden, können zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes (z. B. Erneuerung der Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss durch einbruchhemmende Fenster nach DIN EN 1627 – 1630) gefördert werden.

Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes werden mit dem Ziel gefördert, dass nach Durchführung der Maßnahmen das gesamte Erdgeschoss des Wohngebäudes einbruchsicher gestaltet ist.

Informationen zur Verbesserung des Einbruchschutzes erhalten Sie von den empfohlenen Firmen für Sicherheitstechnik unter www.polizei.sachsen.de bzw. bei den polizeilichen Beratungsstellen unter www.k-einbruch.de

alternativ zu den Maßnahmen nach Ziff. 1.1

1.2 Maßnahmen des barrierefreien Bauens zum Umbau von Wohnungen oder zur Errichtung von Wohnungen in bestehenden Gebäuden gemäß DIN 18040-2

Förderfähig sind folgende Maßnahmen:

  • Herstellung barrierefrei nutzbarer Wohnungen gemäß. Nr. 5 DIN 18040-2,
  • Herstellung der Barrierefreiheit von Sanitärräumen gemäß Nr. 5.5 DIN 18040-2,
  • Herstellung der Barrierefreiheit von Geschossen gemäß DIN 18040-2 außerhalb der Wohnungen.

Gefördert werden Maßnahmen des barrierefreien Bauens zum Umbau von Wohnungen oder zur Errichtung von Wohnungen in bestehenden Gebäuden gemäß DIN 18040-2, soweit diese gemäß der Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Liste der eingeführten Technischen Baubestimmungen vom 12. April 2012 (SächsABl. SDr. S. 162) bauaufsichtlich eingeführt wurde. Zusätzlich sind Maßnahmen gemäß den nicht bauaufsichtlich eingeführten Teilen der DIN 18040-2 förderfähig, soweit sie zusammen mit den Maßnahmen nach Satz 1 durchgeführt werden.

Die bestehenden Gebäude können vor der Durchführung der geförderten Baumaßnahmen für andere als Wohnzwecke genutzt worden sein.

Im Ausnahmefall ist mit Zustimmung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern eine Förderung der Mehrkosten von barrierefreien Neubauten zum städtebaulich sinnvollen Lückenschluss oder der Beseitigung von Brachflächen möglich.

Es können nur Wohnungen gefördert werden, welche bereits barrierefrei entsprechend DIN 18040-2 erreichbar sind oder hierfür eine entsprechende Förderung beantragt ist.

Sofern die Förderbestimmungen für das barrierefreie Bauen für Wohnungen und Geschosse eingehalten werden, können zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes (z. B. Erneuerung der Fenster und Fenstertüren im Erdgeschoss durch einbruchhemmende Fenster nach DIN EN 1627 – 1630) gefördert werden.

Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes werden mit dem Ziel gefördert, dass nach Durchführung der Maßnahmen das gesamte Erdgeschoss des Wohngebäudes einbruchsicher gestaltet ist.

Informationen zur Verbesserung des Einbruchschutzes erhalten Sie von den empfohlenen Firmen für Sicherheitstechnik unter http://www.polizei.sachsen.de/de/23303.htm bzw. bei den polizeilichen Beratungsstellen unter http://www.k-einbruch.de/

1.3 Gegenstand der Förderung

Es können nur Baumaßnahmen gefördert werden, die über die Anforderungen der Sächsischen Bauordnung, in der jeweils gültigen Fassung, für Gebäude mit mehr als zwei Wohnungen (§ 50 Absatz 1 SächsBO) hinausgehen.

1.4 Weitere Informationen zum Förderprogramm

Eine Kumulierung von barrierereduzierenden und barrierefreien Maßnahmen in einem Vorhaben ist zulässig. Dabei sind die Maßnahmen des barrierefreien Bauens und barrierereduzierten Bauens zu trennen (Maßnahmen- und Kostentrennung). So kann z. B. für eine Wohnung entweder der barrierefreie Umbau oder die genannten Maßnahmen zur Barrierereduzierung gefördert werden.

Zuwendungsempfänger ist der Eigentümer

  • eines Grundstücks mit bestehendem Wohngebäude oder
  • einer oder mehrerer Wohnungen in einem bestehenden Wohngebäude oder
  • eines Grundstücks, das mit einem Gebäude bebaut ist, welches zum Wohngebäude umgebaut werden soll oder
  • eines Grundstücks, das mit einem Wohngebäude bebaut werden soll.

Die Förderung von Ferienwohnungen ist ausgeschlossen.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Das zinsgünstige Darlehen und der Zuschuss im Förderprogramm Mehrgenerationenwohnen stellen eine DAWI-De-minimis-Beihilfe dar.

Letzte Änderung: 02.01.2017