Förderung von Maßnahmen der Siedlungswasserwirtschaft - Private Kleinkläranlagen (RL SWW/2009) - (ausschließlich Bearbeitung laufender Maßnahmen – keine Neuantragstellung)

Allgemeine Informationen

Um die dezentrale Abwasserentsorgung im ländlichen Raum umweltfreundlich und bezahlbar zu gestalten, ermöglicht der Freistaat Sachsen den Bau und die Modernisierung von privaten Abwasseranlagen mit Unterstützung öffentlicher Aufgabenträger.

Mit der „Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft - SWW/2009" unterstützen wir den Bau oder die Modernisierung von privaten Abwasseranlagen wie Kleinkläranlagen, Abwasserteichen und abflusslosen Gruben in der Region. Voraussetzung ist, dass diese nicht Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlagen sind. Bürger erhalten für ihre Investitionskosten einen Zuschuss von bis zu 1.500 Euro bzw. ein Darlehen von bis zu 6.000 Euro. Bei der Höhe der Grundförderung wird davon ausgegangen, dass die Kleinkläranlage für vier Einwohner ausgelegt ist. Für den Anschluss weiterer Einwohner oder Grundstücke werden Zuschläge gezahlt. Die Antragstellung setzt die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Anlage sowie den Nachweis der entstandenen Ausgaben voraus.

Dem Antrag auf Gewährung und Auszahlung einer Zuwendung für Kleinkläranlagen, die nach dem 31. Dezember 2015 in Betrieb genommen werden, ist dieses durch den zuständigen Aufgabenträger der öffentlichen Abwasserbeseitigung ausgefüllte Formblatt hier beizufügen. Antworten zu häufig gestellten Fragen erhalten Sie hier (PDF, 79 kB) .

Die Gewährung einer Zuwendung kann steuerrechtliche Auswirkungen haben. Nähere Informationen zum Verfahren der Förderung von privaten Kleinkläranlagen erhalten Sie auch im Informationsblatt des SMUL .

Wichtiger Hinweis:

Die RL SWW/2009 ist zum 31. Dezember 2015 außer Kraft getreten. Anträge auf einen Zuschuss konnten bis zum 31. Dezember 2016 bei der SAB gestellt werden. Neue Anträge werden nicht mehr angenommen.

Antragsberechtigte

  • Bauherren von Kleinkläranlagen (Grundstückseigentümer, Erbbauberechtigte), die nicht Bestandteil der öffentlichen Abwasseranlagen sind.
  • Aufgabenträger der öffentlichen Abwasserbeseitigung für ihre in Verbindung mit der Förderung erbrachten Organisations- und Beratungsleistungen.

Fördergegenstand

  • Vorhaben der Abwasserentsorgung, um zu einem guten chemischen und ökologischen Gewässerzustand beizutragen.
  • Förderung von privaten dezentralen Abwasseranlagen wie Kleinkläranlagen, Abwasserteichen oder abflusslosen Gruben.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

  • Zuwendungen werden im Rahmen der Projektförderung als Zuschüsse in Form einer Festbetragsfinanzierung gewährt, wenn mindestens das 1,5 fache der Zuwendung an förderfähigen Ausgaben (keine Eigenleistung, keine gebrauchte Anlage oder gebrauchten Bauteile) nachgewiesen wird.

Zuschuss für Bauherren von Kleinkläranlagen

  • Grundförderung für den Neubau einer privaten Kleinkläranlage (4 EW): EUR 1.500
  • Grundförderung für die Nachrüstung einer bestehenden Anlage (4 EW): EUR 1.000
  • Bei Neubau und Nachrüstung werden für jeden weiteren angeschlossenen Einwohner zusätzlich EUR 150 gewährt.
  • Werden mehr als ein Grundstück an die Kleinkläranlage angeschlossen werden je Grundstück zusätzlich EUR 200 gewährt (maximal EUR 2.000).
  • Grundförderung für weitergehende Reinigungsanforderungen an Kleinkläranlagen (4 EW): EUR 300
  • Für jeden weiteren angeschlossenen Einwohner werden zusätzlich EUR 50 gewährt.

Letzte Änderung: 18.08.2017