Klima/2014 Programmteil B) IV. Anlagen und Infrastrukturelle Einrichtungen 3. Anlagen zur effizienten Wärme- und Kälteerzeugung sowie -versorgung inklusive Speicher und Verteilernetze

Allgemeine Informationen

Die Zuwendung berechnet sich auf Basis der CO2-Minderung im angestrebten Sollzustand gegenüber dem Ausgangszustand. Die Zuwendungshöhe wird aus einem Betrag von 500 EUR pro Tonne CO2-Minderung pro Jahr multipliziert mit dem für diesen Vorhabensteil geltenden Faktor je Maßnahmenkomponente wie folgt berechnet:

Jährliche CO2-Minderung in t * 500 EUR/t * Faktor

Maßnahmenkomponente - Faktor

A Brennwertkessel - 1,5

B Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen)

≤ 70 kWel - 0,35

> 70 kWel - 0,2

C Anlagen zur Wärmerückgewinnung mit variablen Kältemittelvolumen (VRV-Systeme) - 3,5

D Anlagen zur Kälteerzeugung mit Sorptionskälte bzw. adiabater und freier Kühlung - 5

E Nahwärmenetze - 1

F Thermische Speicher - 2,5

Besteht das Vorhaben aus mehreren Maßnahmenkomponenten erfolgt die Zuordnung der jeweiligen CO2-Minderung gemäß den Kostenanteilen der jeweiligen Maßnahmenkomponenten.

Die maximale Förderhöhe beträgt 60% der zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei kommunalen Unternehmen kann sich aus beihilferechtlichen Vorschriften ein geringerer Fördersatz ergeben.

Projekte, die eine Zuwendungshöhe von 3.000 EUR unterschreiten, sind nicht förderfähig.

Eine Förderung nach der RL Klima/2014 erfolgt zusätzlich zu den §§ 7a bzw. 7b Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG).

Hinweis: Investitionen in bauliche Anlagen, die innerhalb von festgesetzten oder vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebieten liegen, sind nicht zuwendungsfähig (Teil D Ziffer III.3 RL Klima/2014.

Im besonderen Ausnahmefall kann eine Förderung im Einzelfall erfolgen, wenn für das Vorhaben eine Genehmigung oder Zustimmung der zuständigen unteren Wasserbehörde vorgelegt wird.

Ob die (geplante) bauliche Anlage in einem Überschwemmungsgebiet liegt, kann unter dem Link auf das Geoportal Sachsenatlas nachvollzogen werden.

Förderfähige Ausgaben sind insbesondere Sachausgaben, sofern sie unmittelbar durch die energetische Maßnahme oder zwingend notwendige Nebenarbeiten bedingt sind. Hierzu zählen:

  • technische und bauliche Anlagen der Kostengruppen 300,400 und 500 nach DIN 276;
  • bei Nahwärmenetzen sind auch Hausübergabestationen und Netzbestandteile umfasst, für die zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes ein verbindlicher Anschlussvertrag geschlossen wurde und für die kein Anschlusszwang besteht

Förderfähig sind darüber hinaus auch Planungsleistungen nach der HOAI bis zu ei-nem Anteil von höchstens 20 Prozent der förderfähigen Sachausgaben.

Vorhaben aus diesem Programmteil dürfen mit Posteingang des Antrages bei der SAB auf eigenes Risiko begonnen werden.

Weitere Informationen zu den Programmdetails finden Sie in der Anlage zum Antrag.

Letzte Änderung: 01.12.2017