Förderung innovativer Ansätze im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft (Strukturfondsperiode 2007-2013)

(Ausschließlich Bearbeitung laufender Maßnahmen – keine Neuantragstellung.)

Allgemeine Informationen

Auf Grund des Auslaufens der EU-Strukturfondsperiode 2007 - 2013 können bis auf Weiteres keine Anträge mehr entgegengenommen werden.

Zuwendungszweck:

Ziel der Förderung ist es, die Gesundheitswirtschaft im Freistaat Sachsen nachhaltig zu stärken.

Dazu wird die telematische Vernetzung und die Einführung technischer Assistenzsysteme in den Bereichen Krankenhäuser, Altenpflege und Vertragsärzte die Gesundheitswirtschaft im Freistaat Sachsen unterstützt. Weiterhin sollen durch innovative Vorhaben zur Steigerung der Energieeffizienz sowie zur Nutzung regenerativer Energien in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen aktuelle und künftige Anforderungen des Klimaschutzes und des Klimawandels erfüllt sowie die Energiekosten der Einrichtungen gesenkt werden.

Zuwendungsempfänger:

Zuwendungsempfänger sind natürliche oder juristische Personen.

Für Zuwendungen zur Förderung innovativer Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung regenerativer Energien in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen sind nur Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen antragsberechtigt.

Gegenstand der Förderung:

Gefördert werden folgende Maßnahmen:

1. E-Health-Maßnahmen

E-Health-Maßnahmen umfassen insbesondere Telehealth-Maßnahmen. Telehealth ist die Interaktion zwischen Bürgern, Patienten, Klienten oder Kunden und Gesundheits- oder Pflegedienstleistern oder unter mehreren Gesundheits- oder Pflegedienstleistern in direktem Zusammenhang mit einer Gesundheits- oder Pflegedienstleistung, wobei sich die Beteiligten nicht in unmittelbarem physischem Kontakt befinden.

Die Förderung von Maßnahmen im Zusammenhang mit der Pflege ist auf die Altenpflege beschränkt.

2. Maßnahmen zur diagonalen Vernetzung

In Abgrenzung zu staatlich finanzierten Maßnahmen der Gesundheitsversorgung, welche bisher eine „vertikale“ (Krankenhaus – Hausarzt – Patient) oder eine „horizontale“ Vernetzung (zum Beispiel durch ärztliche Versorgungsnetzwerke) Integration vorsehen, sollen Maßnahmen zur „diagonalen“ Vernetzung gefördert werden. Beispiel hierfür sind die Schaffung von innovativen Organisationsformen und System-Integratoren sowie die Etablierung zentraler Tele-Monitoring-Zentren, sowohl für medizinische als auch für arztunterstützende Dienstleistungen.

3. Ambient Assisted Living

AAL (Ambient Assisted Living) und Telehomecare umfassen Dienstleistungen aus den Bereichen Sicherheit, Logistik und Facility Management im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft. Ziel ist die Schaffung integrierter Patientenbetreuungen über den gesamten Patientenprozess, die Unterstützung von Langzeitpatienten und die Förderung der Lebensqualität älterer Mitbürger.

4. Innovative Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung regenerativer Energien in Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen

Gefördert werden Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz durch Nutzung innovativer Tech-nologien (z.B. Gebäudeautomation und Energiemanagement, Strom-, Wärme- und Kälteerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung gegebenenfalls unter Einbeziehung von Energiespeichern).

Ebenfalls gefördert werden Maßnahmen zur Nutzung regenerativer Energien, wie zum Beispiel solare Prozesswärme und -kälte sowie Erdwärme aus Bergbaufolgelandschaften.

Zuwendungsart und -höhe:

Die Zuwendungen werden als Projektförderung grundsätzlich im Wege der Anteilsfinanzierung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gewährt. Die Höhe der Zuwendung beträgt in Abhängigkeit der beihilferechtlichen Grundlage bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

Letzte Änderung: 02.01.2017