TANDEM Sachsen

Allgemeine Informationen

Projekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Trotz der neuen Dynamik profitieren Langzeitarbeitslose noch zu wenig vom Beschäftigungsaufbau. Besonders im Bereich der Grundsicherung gelingt die existenzsichernde und nachhaltige Integration von Langzeitleistungsbeziehern in den ersten Arbeitsmarkt und die Vermeidung von Langzeitleistungsbezug noch zu wenig.

Die Zielgruppe der Langzeitarbeitslosen mit meist multiplen Vermittlungshemmnissen benötigt für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt eine individuelle, besonders intensive und rechtskreisübergreifende Unterstützung unter Berücksichtigung aller Problemlagen. Dazu gehören sowohl diejenigen Belange, die im individuellen Schicksal (z.B. psychische und physische Beeinträchtigungen, Suchterkrankungen) des Einzelnen liegen, wie auch in dessen familiären Umfeld. Besonders für Kinder in Haushalten, wo beide Eltern oder alleinstehende Mütter / Väter erwerbslos sind, müssen spezielle Angebote vorgehalten werden, um drohende „Hilfekarrieren“ frühestmöglich zu durchbrechen. Dabei sollen die Kinder sinnvolle Lebensgestaltung erfahren und andere mögliche Lebenswege aufgezeigt bekommen.

Im Fokus des Förderprogramms „TANDEM Sachsen“ steht - anders als in anderen Beschäftigungsprojekten – die gesamte Familie. Das heißt, jedes Familienmitglied wird – ausgehend von einem differenzierten individuellen Profiling – gefördert, um so den Anspruch auf gesellschaftliche und berufliche Teilhabe im Sinne von Integration in Ausbildung, Bildung oder/und Beschäftigung zu realisieren.

Das Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ruft daher Träger auf, Anträge für Projekte zur Umsetzung des Förderprogramms „TANDEM Sachsen“ einzureichen, die geeignet sind, speziell auf von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Familien / Alleinerziehende in Bedarfsgemeinschaften zugeschnittene Inhalte und Abläufe umzusetzen, die eine gelingende Integration in den Arbeits- und Beschäftigungsmarkt ermöglichen und Bildungsprozesse stärken.

Letzte Änderung: 12.12.2017